Am Ende regiert der Frust

Von Wolfgang Radeck | Memmingen Aus, Schluss, vorbei! Die Eishockey-Saison 2007/2008 hat für die Memminger 'Indians' ein abruptes Ende genommen. Mit einem 0:2 (0:0/0:0/0:2) setzte es gegen den ERV Schweinfurt am Sonntagabend im dritten Vergleich die dritte Niederlage. Damit schied der ECDC Memmingen aus den Play-Off-Spielen der Bayernliga aus.

Das jähe Ende dieser Spielzeit kam zwar früh - nach den zwei vorangegangenen Pleiten gegen die Unterfranken aber nicht ganz unerwartet. Zwar versuchten die Verantwortlichen alles Erdenkliche, allerdings half auch das 'Allheilmittel' Trainerwechsel nicht. Am Samstagnachmittag noch beurlaubten die Indians - wie berichtet - Cheftrainer Franz-Xaver Ibelherr und wollten damit nochmals ein Zeichen setzen. Zunächst schien die Maßnahme Früchte zu tragen. Das Team war im Vergleich zur Vorwoche kaum wiederzuerkennen. Schon nach 45 Sekunden blieb den Memminger Fans der Torschrei im Hals stecken: Valentis Schuss rutschte haarscharf am Kasten des überragenden Schweinfurter Keepers Swolensky vorbei. 'Der Bursche ist erst 19 Jahre alt, der hat uns heute den Sieg gerettet', kommentierte Schweinfurts Steffen Reisser die Leistung seines Schlussmanns.

Die Memminger versuchten es mit allen Mitteln. Ob mit der 'Brechstange' oder mit dem einen 'Pass zuviel' - die Scheibe wollte nicht ins Schweinfurter Tor.

Die Geschichte der Partie ist schnell erzählt. Zwei Drittel lang spielte sich das Geschehen weitgehend vor dem Gehäuse der Gäste ab. Auf der anderen Seite blieben die Unterfranken mit ihren schnellen Gegenstößen stets brandgefährlich, aber auch Indians-Keeper Marc Pethke erwischte einen Glanztag - wurde später aber zum 'tragischen Helden' Ein Treffer für die Memminger schien nur eine Frage der Zeit zu sein, als sie sich ausgerechnet bei eigener Überzahl erwischen ließen: Gerade noch saß Schweinfurts Nemirovsky auf der Strafbank und fieberte bei eigener 3:5-Unterzahl mit seiner Mannschaft mit, als er nur wenige Sekunden später - immer noch in Unterzahl - Marc Pethke schlecht aussehen ließ (44.).

Was dann auch die Vorentscheidung bedeutete, denn der Gegentreffer brachte die Indians sichtlich ins Wanken. 'Danach waren wir wie geschockt', urteilte auch Memmingens Interims- und Co-Trainer Daniel Trunzer, 'ich kann dem Team überhaupt keinen Vorwurf machen; sie haben alles versucht, heute aber auch nicht das nötige Dusel gehabt'.

Schweinfurt machte dann mit dem 0:2 den Einzug ins Halbfinale perfekt. Allerdings diesmal mit gütiger Mithilfe der bis dahin guten Unparteiischen, die gleich zwei Memminger mit - zumindest zweifelhaften - Strafen belegten. Eckmair war’s egal, er nutzte den Platz auf dem Eis und traf zum 0:2 (53.). Was folgte, waren ein Schaulaufen der Gäste und ein Frustabbau der Memminger, die sich in der Schlussphase noch unnötige, persönliche Strafen für Klaus Micheller (Stockschlagen) und Martin Jainz (Disziplinarstrafe) einhandelten.

'Wir haben eine tolle Runde gesehen', lautete am Ende - trotz der Enttäuschung gegen Schweinfurt - die Saisonbilanz von Vereinsboss Helge Pramschüfer.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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