Westendorf
Am Ende fehlen nur zwei Punkte

Aus einem eingeplanten Sieg wurde eine knappe Niederlage: Der TSV Westendorf verlor am vergangenen Samstag knapp mit 17:18. Dabei hatte sich die junge Mannschaft um Cheftrainer Bernhard gute Chancen gegen den Tabellenvorletzten ausgerechnet: «In der Hinrunde konnten wir noch klar mit 24:12 siegen. Uns war bewusst, dass es eine enge Kiste wird. Heute hat einfach das Quäntchen Glück und in einigen Situationen die nötige Konzentration gefehlt.» Vier Einzelsiege mit jeweils vier «Vierern» reichten am Ende nicht zum Sieg in der Zweiten Ringerbundesliga.

Gleich zu Beginn musste Tizian Reggel eine 0:3-Niederlage gegen den gleich alten Stefan Brugger einstecken. Doch Micheil Tsikovani (120 kg Freistil) machte die Auftaktpleite gleich wieder wett - er legte seinen Kontrahenten schon nach 17 Sekunden auf beide Schultern. Somit bleibt der Grieche in Westendorfer Diensten weiterhin ungeschlagen. Bis 60 kg Freistil traf dann Steve Masuch auf den Trainer der Württemberger, Uwe Schullian. Die 22 Jahre mehr Erfahrung Schullians machten sich dann im Kampf bemerkbar. Etwas abgeklärter und mit mehr Glück ausgestattet, gewann er 3:0 gegen Masuch. Wiederum in Front brachte dann den TSV der «alte Neue», Bernd Nothelfer. Durch seine unnachahmlichen Ausheber und Durchdreher brachte er den Rumänen Lucian Vlcu zur Verzweiflung und das Westendorfer Publikum zum Jubeln.

Nothelfer siegte nach einem grandiosen Comeback technisch überlegen (4:0). Max Goßner bekam dann schon wie in der Vorrunde den Rumänen Georgian Carpen vorgesetzt. Dieser wurde zwei Wochen zuvor rumänischer Meister in der Klasse bis 66 kg. Beide Athleten schenkten sich nichts, Runde eins ging an den Unterostendorfer, doch dann hatte er drei Mal mit 0:1 knapp das Nachsehen. Zur Halbzeit stand es somit 9:9 und man hoffte auf die drei «heißen Eisen» im Feuer: Shenol Ali Ahmet, Philipp Heiß und Christian Stühle. Frederik Wunderlich und Martin Heiß mussten jeweils ein 0:3 bis 84 kg Freistil und Griechisch/Römisch einstecken.

Shenol Ali Ahmet war dann wieder eine Augenweide: Michael Wernz, gegen den Shenol vergangene Saison noch mit 0:3 verlor, wurde förmlich auseinander gebaut. Hochverdient siegte der Bulgare mit 4:0. Die Punktetafel zeigte 13:15 an als Philipp Heiß die Matte betrat. Sein Kontrahent, Alexander Georgi, verlor genauso wie Heiß, keinen einzigen Kampf in der Zweiten Bundesliga. Also war man auf beiden Seiten auf ein äußerst enges Gefecht eingestellt. Georgi kam mit der aggressiven Ringweise des Westendorfers überhaupt nicht zurecht und erhielt schon in der ersten Runde zwei Verwarnungen aufgrund einer Beinarbeit und eines Kopfstoßes. Somit gingen Durchgang eins und zwei deutlich an den Zahnmedizinstudent. In der dritten Runde erhielt der Aichhaldner dann die dritte Verwarnung wegen Kopfstoßes und wurde disqualifiziert.

Also hieß es vor dem letzten und entscheidenden Kampf bis 74 kg Freistil 17:15 für den TSV Westendorf.

Christian Stühle durfte höchstens 2:3 gegen Daniel Eberhardt verlieren. Dadurch entwickelte sich ein hochdramatischer Kampf, der an Spannung kaum zu überbieten war. Leider konnte der 20-jährige nicht wie in der Vorrunde einen 3:1-Sieg einfahren, sonder verlor glatt mit 0:3. Somit war die knappe Niederlage mit 17:18 besiegelt. «Leider haben wir es versäumt, die Chance zu nutzen, obwohl wir vier Vierer eingefahren haben. Lediglich Max konnte eine Runde schreiben, wir hätten in zwei bis drei Kämpfen durchaus noch die ein oder andere Runde holen können», so der enttäuschte Coach Hofmann.

Nächste Woche geht es wohl zum wichtigsten Kampf der Saison, nach Taisersdorf. Sollte die junge Truppe dort gewinnen, dürfte der Nichtabstieg so gut wie in trockenen Tüchern sein.

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