Gestratz
«Am 1.Mai ist es eskaliert»

Nachdem sich Anwohner des Spiel- und des Bolzplatzes im Ortsteil Brugg über den Lärm beschwert hatten, setzte der Gestratzer Bürgermeister Johannes Buhmann das Thema auf die Tagesordnung des Gemeinderates und löste damit eine fast einstündige Diskussion aus. Dabei ging es zunächst um mögliche Einschränkungen der Nutzungsdauer vor allem des Spielplatzes, der sich inmitten des Wohngebietes befindet.

Buhmann machte zunächst auf die gesetzlichen Regelungen aufmerksam, nach denen spielende Kinder «regelmäßig zumutbar» seien. Nach 22 Uhr habe danach allerdings Nachtruhe zu herrschen. Denkbar sei es, eine Tafel am Spielplatz zu errichten, die auf diese Regelungen hinweise. Besser aber seien direkte Gespräche mit den Jugendlichen. «Wir sollten froh sein, dass Jugendliche sich noch im Freien bewegen», so Wilhelm Baur. Elke Knöbel aber stellte fest, dass ein «Austoben» zwar gut sei, die Gemeinde aber auch eine «Fürsorgepflicht den Anwohnern gegenüber» habe. Daher regte sie eine positiv formulierte Tafel an, die auch Warnhinweise und ein Hundeverbot beinhalte.

Am Ende der Diskussion stand der Beschluss, dass die ansässigen Gemeinderäte zusammen mit Anwohnern einen Vorschlag für eine Hinweistafel erstellen sollen, die dann im Namen der Gemeinde am Spielplatz aufgestellt wird.

Doch im Laufe der Diskussion wurde deutlich, dass die Anwohner nicht nur der vom Spiel- und Bolzplatz ausgehende Lärm beschäftigt. Mit Jürgen Beutelspacher erhielt ein Anwohner Rederecht in der Sitzung. Er berichtete, dass häufig Jugendliche auf dem Spielplatz seien und dort eine kleine Hütte nutzen. «Das sind die einzigen eineinhalb trockenen Quadratmeter in Brugg», stellte er fest. Den Jugendlichen fehle eine Möglichkeit, sich außerhalb der elterlichen Wohnungen zu treffen. «Zurück bleiben nicht selten Bierflaschen», so Beutelspacher.

Die Nutzung des Kinderspielplatzes durch die Jugendlichen führe auch dazu, dass die dort installierten Spielgeräte teilweise überlastet seien und schon Reparaturen anstanden. Er regte an, eine Einrichtung für Jugendliche zu schaffen. «Jetzt ziehen sie häufig durch das Dorf und ältere Bürger trauen sich nicht mehr auf die Straße», so Beutelspacher.

Gemeinderat Klaus Schmelzenbach ergänzte auf Nachfrage, dass es «am 1. Mai eskaliert ist». Damals seien sogar «Kinder mit Wodkaflaschen» unterwegs gewesen. Mit einem Hinweis auf den Markt Heimenkirch stellte Bürgermeister Buhmann fest, dass ein Jugendhaus «nicht immer eine Lösung» sei. Auch die Landjugend spreche nicht alle Jugendlichen an. Herbert Hörburger regte an, mit den Eltern zu reden, wenn Jugendliche mit Alkohol unterwegs seien.

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