Alternativer Nobelpreis
Alternativer Nobelpreis wird in Bregenz vergeben

Seit 1980 wird der 'Right Livelihood Award', zu Deutsch Alternativer Nobelpreis, vergeben. Geehrt werden damit Menschen mit herausragenden Visionen in Bezug auf nachhaltiges Denken und Handeln. Die Bregenzer Initiative 'Projekte der Hoffnung' unter Leitung der Journalistin Marielle Manahl lädt in jedem Jahr drei Träger des Alternativen Nobelpreises nach Bregenz zu einer Tagung ein.

Zwischen 12. und 24. November werden verschiedene Veranstaltungen der Öffentlichkeit geboten, die ein Begegnung mit den Gästen ermöglichen.

Ein Vortrag, öffentliche Interviews und Dialoge sowie eine Theateraufführung der Berliner Compagnie passend zum Thema stehen auf dem Programm. An der Tagung der Alternativen Nobelpreisträgerin Bregenz nehmen in diesem Jahr folgende Persönlichkeiten:

Ina May Gaskin aus den USA bekam den Alternativen Nobelpreis im Jahr 2011. Die Hebamme wurde für ihr Bemühen gewürdigt, Geburtshilfe menschlicher und individueller zu gestalten.

Nnimmo Bassey aus Nigeria ist Architekt, Poet, Umweltschützer und Vorsitzender der Initiative 'Friends of the Earth International'. Den Alternativen Nobelpreis erhielt er 2010, 'weil er die ökologischen und menschlichen Kosten der Ölförderung aufzeigt und mit seinem Einsatz Umweltbewegungen in Nigeria und der ganzen Welt stärkt', so die Begründung der Rigth Lifelihood Stiftung.

Ruth Maonorama aus Indien gehört der Kaste der 'Unberührbaren' an. Ihre Familie konvertierte zum Christentum, um den Benachteiligungen des Kastensystems teilweise zu entkommen. Sie erwarb 1975 einen Abschluss in Sozialarbeit an der Universität Chennai und arbeitet seither für die Rechte 'unberührbarer' Frauen.

Der Alternative Nobelpreis

- Der Philatelist (Briefmarkensammler) und Journalist Jakob von Uexküll sah auf seinen Reisen durch die Welt Armut und Umweltzerstörung. 1980 schlug der damals 35-Jährige der Nobelstiftung vor, weitere Nobelpreise zu stiften, 'speziell ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Mehrheit der Menschheit in der Dritten Welt'.

- Die Nobelstiftung lehnte diesen Vorschlag ab.

- Von Uexküll gründete daraufhin 1980 selbst einen entsprechenden Preis, den 'Right Livelihood Award' (Alternativer Nobelpreis). Zu dessen Finanzierung verkaufte er wertvolle Briefmarken.

- Die Right Livelihood Award Foundation hat ihren Sitz mittlerweile in Schweden.

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