Wohnbebauung
Alte Jugendherberge wird abgerissen

Seit rund einem halben Jahrhundert steht sie oben auf dem Drumlin - in den nächsten Tagen nun sollen die Bagger anrollen: Die alte Jugendherberge, die seit 2003 leer steht, wird abgerissen. Wie Thomas Wirth vom gleichnamigen Immobilienbüro erklärt, sind auf dem Grundstück neue Eigenheime geplant. Wie mehrfach berichtet, befanden sich Gebäude und das etwa 6000 Quadratmeter große Gelände mit bestem Bergblick bislang im Besitz des Jugendherbergswerk. Dieses hatte das Grundstück an der Saarlandstraße als mögliche Kofinanzierung für eine neue Jugendherberge an der Stadtbadstraße zurückgehalten. Den Zuschlag erhielt dann aberdie österreichische Gesellschaft «Jugend- und Familiengästehäuser», die ihr Gästehaus noch in diesem Jahr fertigstellen will.

Seit einigen Monaten ging es nun also darum, wie es mit der alten Herberge weitergehen könnte. «Wir entwickeln gemeinsam mit der Stadt einen Bebauungsplan für das Gelände», sagt nun Thomas Wirth. Das werde wohl ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Daher könne er noch nicht sagen, wie viele Häuser dort entstehen - «allzu dicht wird die Bebauung aber sicher nicht.»

Eigentlich habe man mit dem Abriss der alten Jugendherberge schon früher beginnen wollen - durch den Schnee sei es jedoch zu Verzögerungen gekommen. Außerdem habe man vermutet, es könnten sich inzwischen Fledermäuse in der Herberge einquartiert haben. Nach einem Rundgang mit Experten sei aber inzwischen klar, dass es dort keine Fledermäuse gebe.

Von den Neubauplänen an der Saarlandstraße ist auch die Kemptener Volkssternwarte betroffen. Diese hatte schon vor Jahren um ihre Zukunft gebangt. «Es hat sich aber herausgestellt, dass die Volkssternwarte gar nicht auf dem Grundstück des Jugendherbergswerk steht, sondern auf dem der Stadt. Nur ein Pfosten steht genau an der Grenze», sagt Paolo Acquadro von der Sternwarte. Die Stadt habe den Sternguckern zugesichert, dass man die Sternwarte erhalten wolle. Beim Abriss des alten Herbergsgebäudes geht der Sternwarte allerdings der Stromanschluss verloren. Denn versorgt wurde die Warte bislang über das Haupthaus.

In der nächsten Zeit bekommt die Sternwarte ihren Strom über einen Generator - «einen eigenen Anschluss können wir uns nicht leisten», so Acquadro. Langfristig würde der Verein auch mit einem Umzug liebäugeln, denn durch ein neues Wohngebiet werde der Lichteintrag noch größer. Allerdings fehle auch in diesem Fall das Geld.

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