Neugablonz
Alte «Fun Factory» muss durchhalten

Das Jugendzentrum «Fun Factory» in der Neugablonzer Bürgerstraße ist vielen treuen Besuchern ans Herz gewachsen. Doch das Gebäude ist marode, der Abriss im Stadtrat beschlossene Sache. Allerdings wird es nun doch noch eine Weile gebraucht. Denn der Baubeginn für das neue Jugendzentrum, das in der Turnerstraße entstehen soll, verschiebt sich auf das nächste Jahr. Hintergrund sind planerische Überlegungen, die nun auch zu einer Kostensteigerung geführt haben.

Ursprünglich war vorgesehen, in der zweiten Jahreshälfte neben der Gustav-Leutelt-Schule in der Turnerstraße neu zu bauen. 2010 sollten die Jugendlichen ihr neues Domizil beziehen können. Dieser Zeitplan sei nicht mehr zu halten, so Hochbauamtsleiter Klaus Scholz. Denn nach mehreren Sitzungen mit dem Architekten und dem Stadtjugendring lägen nun das endgültige Planungskonzept sowie die Kostenberechnungen vor.

Darin zeigt sich, dass die voraussichtlichen Gesamtkosten um weitere 217000 Euro auf 2,15 Millionen Euro steigen werden. Ausschlaggebend dafür sind laut Scholz unter anderem notwendige Arbeiten zur Baugrundverbesserungen, weitere lufttechnische Anlagen für das Gebäude sowie die angenommenen Baukostensteigerungen in Höhe von fünf Prozent. Dem finanziellen Mehraufwand stimmte der Bauausschuss bei seiner jüngsten Sitzung zu.

50 Prozent soll über das staatliche Förderprogramm «Soziale Stadt» bestritten werden.

«Wir wollten möglichst schnell anfangen», so Baureferent Ralf Baur. Wegen der Feinabstimmungen und Mehrkosten durchlaufe das Vorhaben derzeit noch einmal die städtischen Entscheidungsgremien. Die neue Kostenberechnung ist nun auch Grundlage für den Zuschussantrag. Damit verschiebt sich laut Baur der Zeitplan um knapp ein halbes Jahr nach hinten. Dass die Stadt nun nicht auf Biegen und Brechen vor dem Wintereinbruch mit dem Bau anfängt, berge vielleicht auch Vorteile. Ausschreibungen über den Winter wirkten sich mitunter sogar positiv auf die Kosten aus. «Wichtig ist, dass wir ein gelungenes Konzept haben», so Baur. Die Pläne für das neue Jugendzentrum, für das ein Jahr Bauzeit kalkuliert wird, basieren wie berichtet auf einem Architektenwettbewerb.

Für die Jugendlichen bedeutet die Entwicklung, dass sie noch einige Zeit länger ihre «Fun-Factory» in der Bürgerstraße besuchen können. Doch am Bau nagt der Zahn der Zeit derart, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohnt. Zudem ist das Gebäude energetisch nicht auf der Höhe der Zeit. «Wir werden jetzt schauen, dass wir den alten Jugendtreff über die Ziellinie retten», so Baur. Das heißt, notwendige bauliche Arbeiten werde die Stadt übernehmen, sofern dies überhaupt nicht vermeidbar ist.

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