Kempten / Weitnau
Als die Mauer fiel: Zwei Oberallgäuer erinnern sich

Als vor 20 Jahren am 9. November die Mauer zwischen DDR und BRD fiel, stand die 19-jährige Sabine Schubert diesseits des «antiimperialistischen Schutzwalls» der 36-jährige Norbert Reich jenseits davon in Westberlin. Dass sie einmal als Paar mit Sohn im Oberallgäuer Weitnau leben würden, konnte sich keiner von ihnen auch nur vorstellen. So unverrückbar stand die Mauer zwischen ihnen, dass beide die Nachricht erst einmal nicht glaubten. «Das lag außerhalb jeder Vorstellungskraft», erinnert sich Sabine.

Noch heute laufen beiden die Schauer über den Rücken, wenn sie sich an den 9. November 1989 erinnern. Sabine lebte damals bei ihren Eltern in Marienberg bei Chemnitz und arbeitete als Verwaltungskraft im Einzelhandel. Eine Freundin rief bei der Familie an und informierte sie. Die anfängliche Fassungslosigkeit wich Tränen der Freude. Denn erst sieben Monate zuvor hatte Sabines Schwester mit Ehemann und Kleinkind der DDR den Rücken gekehrt, vermeintlich für immer. Und jetzt lag das Wiedersehen in greifbarer Nähe.

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