Hopferau
Als das Alphorn noch fremd klang

Beim «Sommerfest der Blasmusik» vom 13. bis 16. August auf dem Festplatz am Mühlbachweg in Hopferau wird heuer das 50-jährhige Bestehen der Alphorngruppe gefeiert. Anlässlich ihres Jubiläums steht am Sonntag, 16. August, ein Alphorntreffen auf dem Programm.

Den Auftakt zum Sommerfest im Festzelt am Musikstadl macht am Donnerstag, 13. August, ab 20 Uhr ein Holzsägewettbewerb für örtliche Vereine und Gäste. Am Samstag folgt ab 19.30 Uhr das «Weinfest». Nach einer Stunde lösen dabei die «Hopfenbläser» die Musikkapelle Hopferau ab. Der Sonntag, 16. August, beginnt um 9 Uhr mit einem Festgottesdienst beim Gedenkkreuz in Oberdill für die Gefallenen und verstorbenen Mitglieder der Hopferauer Vereine, der musikalisch von der Blasmusik und den Alphörnern umrahmt wird. Bei Regen zieht er in die Pfarrkirche um. Anschließend spielt die Blasmusik im Festzelt zum Frühschoppen. Zum darauf folgenden Alphornbläsertreffen werden Musiker vorwiegend aus dem Füssener Land erwartet, die ab 13.30 Uhr nahe des Festzelts ihre Hörner erklingen lassen. Musik und Gesang erklingen danach im Zelt.

Die Alphorngruppe Hopferau zählt zu den Ältesten im Allgäu. Bereits 1957 beschlossen Max Walk und sein Schwager Franz Kienel, das fast verschwundene Verständigungsinstrument der Älpler im Allgäu wieder erklingen zu lassen. Noch im gleichen Jahr erstanden sie im Chiemgau zwei Hörner. Luis Moser, der damalige Dirigent der Blasmusik, setzte einige Stücke für die Alphörner und machte Max und Franz mit der Technik des Blasens vertraut. 1959 erklangen erstmals in Dornach und auf dem Wiedemer Berg die für die Einheimischen noch ungewohnten Laute. Bald waren sie auch in der Bleckenau zu hören und selbst beim Viehscheid in Hindelang erklang ihr Alphornruf.

Bruno Böck, Schreinermeistersohn aus Hinterberg, leitete seit 1968 die «Lustigen Hopferauer» und ist nun seit gut vierzig Jahren das ausdauerndste Glied der Hopferauer Alphornbläser. Er baute selbst drei Alphörner und sprang gelegentlich bei den «Dornacher Alphornbläsern» ein. Seit dem Unfalltod von Franz Kienel im Oktober 1971 ist Böck eng mit der Alphorngruppe verbunden und nun, ein Jahr nach dem Tod des Begründers Max Walk deren Leiter. Seit mehr als vierzig Jahren lassen die Hopferauer ihre Alphörner am Alpsee in Hohenschwangau erklingen. Zu den Alphornbläsern zählen heute neben Bruno Böck Manfred Brunner, Josef Böck, Michael Brunner und Thomas Walk.

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