Buchloe
Alpina zieht sich zurück

Nur eine Saison währte das Intermezzo von Alpina im Motorsport. Die Buchloer beenden nämlich ihr Engagement mit einem eigenen Rennteam in der ADAC Masters und der FIA GT3 Europameisterschaft. «Das Werksteam sollte unser Fahrzeuge präsentieren und das ist gelungen», begründet Pressesprecherin Denise Schuster den Rückzug.

Vier Siege, 625 Führungskilometer und neun Starts in der ersten Reihe erreichte das Team 2009. «Alpina hat unter Beweis gestellt, dass wir in der Lage sind, innerhalb kürzester Zeit ein siegfähiges Rennfahrzeug zu entwickeln», erklärt deshalb Teamchef Andreas Bovensiepen. Die Buchloer Fahrzeughersteller hatten mit ihrem Rennteam vor über 30 Jahren ihre Glanzzeit. Damals fuhren Koryphäen wie Jackie Ickx, Niki Lauda oder Hans-Joachim Stuck für Alpina, das drei Titel in der Touren-Europameisterschaft feierte. 1988 klinkte sich Alpina aus dem Rennsport aus und konzentrierte sich stattdessen auf die Produktion von eigenen Autos auf der Basis von BMW-Fahrzeugen.

Doch 20 Jahre später feierte das Team mit zwei BMW Alpina B6 GT3 ein Comeback. Jens Klingmann und Andreas Wirth sowie Claudia Hürtgen und Csaba Walter steuerten die beiden grünen Boliden mit 4,4 Liter-Motor und 530 PS in der Masters und der EM. Zusammen mit dem Kundenteam «Sportgarage» aus Frankreich fuhren sie in vorderster Front und feierten vier Siege. «Damit haben wir uns ins Gespräch gebracht», meint Schuster. Und das sei auch der Sinn des Engagements gewesen: «Wir haben die Autos entwickelt, um damit auch Kunden zu akquirieren», erläutert Schuster.

Denn nun rüstet Alpina das S-Berg Racing Team aus - die Österreicher übernahmen die beiden modifizierten Autos aus der vorigen Saison und werden damit in der ADAC Masters und der FIA GT3 EM starten. Damit stehen in der kommenden Saison schon zwei Teams mit den B6 GT3 am Start, denn «Sportgarage» wird auch weiterhin auf die Buchloer setzen. Die haben ihren B6 GT3 für die neue Saison dafür in den Bereichen Motor, Fahrwerk und Elektrik weiterentwickelt und leisten während der Saison den Teams technische Unterstützung, so Bovensiepen. Zudem stehe Alpina noch mit weiteren Teams in Verhandlungen, berichtet Schuster.

Die Kundenteams seien derzeit aber die preisgünstigere Variante, da die allgemeine wirtschaftliche Situation auch die Buchloer treffe. Aber Alpina will auch im Herbst ein neues Modell vorstellen, für dessen Entwicklung ein Teil des Personals des Rennteams benötigt werde, erklärt Bovensiepen.

Deshalb erfolge der Rückzug angesichts der starken Leistungen und des positiven Echos in der Öffentlichkeit etwas wehmütig. Aber man soll niemals nie sagen: «Vielleicht fährt Alpina auch mal wieder selber», so Schuster. (fro)

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Allgäuer Zeitung aus Kempten

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