Buchloe
Alpaka-Meerschweinchen und Bronze-Puten

Sehr zufrieden zeigten sich die Buchloer Kleintierzüchter mit dem Verlauf des Herbst-Hauptmarktes, zu dem gestern rund 1000 Besucher gekommen waren. Schon um 6 Uhr trudelten die Verkäufer ein, um die begehrtesten Käfige und Verkaufsflächen in Beschlag nehmen zu können.

Unter ihnen war auch Klaus Morhart aus Hiltenfingen, der mit seinen Papageien und Sittichen seit nunmehr 20 Jahren zu den treuesten Beschickern des traditionellen Marktes zählt. Zu Hause hat er eine große Voliere mit 65 Quadratmetern und er ist semiprofessioneller Züchter aus Passion. «Vererblich» sei diese Begeisterung innerhalb der Familie, sagte er lächelnd. Und über den Absatz kann er sich auch nicht beklagen, seine Wellensittiche und Kanarienvögel seien «gefragt das ganze Jahr über».

Indische Pfautauben

Ähnlich euphorisch gab sich Heinz Mayr aus Dirlewang, der mit seinen indischen Pfautauben eine uralte Rasse anbot, die schon im Jahre 1590 beschrieben wurde. Seit vielen Jahren tingelt er mit seiner Zucht durch alle erreichbaren Ausstellungen und heimst ansehnliche Preise ein.

Diese Identifikation mit dem Hobby spürte man durchweg im gesamten Markt. Am späten Vormittag herrschte derart dichtes Gedränge in der Verkaufshalle, dass es kaum noch ein Durchkommen gab. In der einen Ecke wurden «legereife Junghennen» im Akkord in Verkaufskartons geschubst und in der anderen standen Kinder mit leuchtenden Augen vor den Meerschweinchen. Wie der sechsjährige Patrick und die achtjährige Sarah, die eigens aus Kissing gekommen waren und sich für ein Alpaka-Meerschweinchen entschieden haben. Und wer noch einen Familienbraten suchte, wurde bei den Bronze-Puten fündig, die sechs bis acht Kilogramm auf die Waage brachten.

Multinationales Publikum

Was noch auffiel, war das multinationale Publikum. Rumänische Autonummern auf dem Parkplatz, leidenschaftliche Dispute in Russisch und Türkisch. Und Vorsitzender Manfred Hutner wusste von einem harmonischen Miteinander zu berichten, denn gerade die östlichen Nachbarn bringen eine Begeisterung für Vögel und insbesondere Tauben mit. Man habe sogar schon Tauben bis nach Sibirien verkauft.

Die nächste publikumswirksame Veranstaltung folgt am 21. und 22. November mit der Bezirks-Kaninchenschau, bei der sich 1275 Tiere aus ganz Schwaben den Preisrichtern stellen.

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