Special Fischertag in Memmingen SPECIAL

Aktion
Allgäuer Zeitung und Aktienbrauerei Kaufbeuren suchen alte Fotos von Festen im Allgäu

Seit 1572 jucken Memminger Männer mit stolzgeschwellter Brust in die kalten Fluten: Das alljährliche Abfischen des Stadtbaches ist Kult - und zugleich eine der traditionsreichsten Veranstaltungen im Allgäu. 'Für uns Memminger ist das fast schon eine Art Nationalfeiertag', sagt Helmut Scheufele (83), der fast 50 Jahre lang mit seinem Bären (Käscher) auf Forellenfang ging.

Vom Fischertag in früheren Jahrzehnten gibt es jede Menge Fotos. Und die sind heiß begehrt - so wie alle anderen betagten Aufnahmen von Festen und Feiern im Allgäu. Denn im Rahmen einer großen Leseraktion suchen Allgäuer Zeitung und die 1308 Aktienbrauerei Kaufbeuren bis 18. Juni jene Fotos, die Feste und Feiern aus längst vergessener Perspektive zeigen.

Die Allgäuer Zeitung will möglichst viele Leserfotos (vor 1960) veröffentlichen. Zudem ist ein Kalender geplant. Einsender erklären sich mit der Nutzung der Bilder durch die Mediengruppe Allgäuer Zeitung einverstanden. Bitte senden Sie Fotos samt kurzer Beschreibung, Name, Adresse und Telefon bis 18. Juni an:

Allgäuer Zeitung, Verlagsmarketing, Postfach 3155, 87440 Kempten

Digitalisierte Fotos (mindestens 1 MB) per E-Mail an: aktion@azv.de

Das kann das Tänzelfest in Kaufbeuren, die Allgäuer Festwoche in Kempten oder der Fasnatziestag in Oberstaufen sein, der in dunkler Pestzeit eingeführt wurde, um den Menschen neue Hoffnung zu geben. Genauso gefragt sind aber auch nostalgische Bilder von Dorffesten und Vereinsfeiern, von Primizen, öffentlichen Jubiläen und Sternmärschen Allgäuer Kapellen.

Doch zurück zum Fischertag. Der hat trotz über 400-jähriger Geschichte seinen Charakter bewahrt: Wer mit seinem Bären und blanker Muskelkraft die größte Forelle aus dem Stadtbach, der Ach, holt, wird hochoffiziell zum Fischerkönig ernannt. Über 1200 Mannsbilder rangen allein 2015 um den ehrwürdigen Titel. Noch immer sind Frauen von dem Spektakel im Wasser ausgeschlossen - das konnte nicht einmal eine auf Gleichberechtigung pochende Memmingerin ändern, die 1997 vergeblich vor Gericht um ihre Teilnahme stritt.

Helmut Scheufele, der Ehrenvorsitzende des Fischertagsvereins, erinnert sich noch gut an seinen ersten Fischertag 1954: "Da war ich 31 Jahre alt, erwischt habe ich leider nichts", erzählt er lachend. Dafür habe er einige Jahre später sieben Fische auf einen Streich gefangen "Das war natürlich etwas Besonderes." Bis zum Jahr 2000 juckte er in den Bach. Die Königsforelle zappelte zwar nie in seinem Bären. Dennoch war Scheufele - so wie die anderen Memminger - "stets mächtig stolz, dabei zu sein".

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