Kaufbeuren
Allgäuer Traumfinale ausgeschlossen

Das Traumfinale platzte schon am Dienstagnachmittag. Als vom Süddeutschen Streethockey-Verband die Entscheidung kam, dass die Heilbronn Hornets - obwohl sie in der entscheidenden Partie einen Akteur eingesetzt hatten, der nicht auf dem Spielberichtsbogen stand - und nicht die Piranhas Germaringen bei der deutschen Streethockey-Meisterschaft dabei sein werden (wir berichteten), gab es auch im benachbarten Kaufbeuren lange Gesichter. Denn damit geht den ausrichtenden Green Monsters ein wichtiges Zugpferd verloren, das viele Zuschauer am Samstag und Sonntag (Beginn jeweils 9.30 Uhr) ins Eisstadion gelockt hätte.

«Das ist saublöd gelaufen», sagt der Kaufbeurer Teamchef und Organisator Harald Schmid (31). Er selbst, der zweiter Vorsitzender des Verbandes ist, habe sich der Stimme enthalten, da er aufgrund der wirtschaftlichen Perspektive des Gastgebers in dieser Entscheidung befangen gewesen sei. Nun fehlt der Titelverteidiger und zweite Lokalmatador aus Germaringen, der sich schon seit vielen Jahren mit den Kaufbeurern ein Duell um die Vorherrschaft im Allgäu liefert. Die Piranhas haben die Verbandsentscheidung zähneknirschend akzeptiert und müssen sich nun die Titelkämpfe von der Tribüne der Sparkassen-Arena aus ansehen. «Jetzt drücken wir den Monsters die Daumen, damit der Titel im Allgäu bleibt», sagt Piranhas-Pressesprecher Stefan Götz.

Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Die Monster waren im Vorjahr Zweiter und sind in ihrer Gruppe gegen die Nordteams klar favorisiert. Genauso wie die Weilheim Streetkings in Gruppe A. Die erfahrene Mannschaft, wie Kaufbeuren schon fünfmal Meister, besteht fast ausschließlich aus aktiven Eishockeyspielern. «Die Weilheimer sind optimal aufgestellt und deshalb für mich klarer Favorit», sagt Schmid.

Aber auch seine Akteure wissen sehr gut mit dem orangen Hartplastikball umzugehen. So war Eishockeyprofi Max Schmidle, in der Vorsaison bei DEL-Klub Hamburg Freezers unter Vertrag, der überragende Mann der süddeutschen Vorrunde. «Das ist phänomenal, was er auf dem Platz abliefert», schwärmt Schmid.

Um die Fixkosten von über 3000 Euro wieder hereinzuholen, hoffen die Monster nun auf viele Zuschauer an den beiden Tagen. «Mindestens 800 sollten es schon werden», hofft Schmid und fügt hinzu: «Mit Germaringen hätten wir die schon beim Warmmachen gehabt.»

www.streethockey-base.de

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen