Förderung
Allgäuer Moorallianz stellt «50-Höfe-Programm» für Landwirte vor

Landwirte unterstützen, damit sie ihre Streuwiesen wieder oder noch besser pflegen können. Dieses Ziel hat sich die Allgäuer Moorallianz mit ihrem «50-Höfe-Programm» gesetzt, das der Zweckverband am Betrieb von Konrad Rist in Ratholz vorgestellt hat. An dessen Adresse ging der erste Förderbescheid des Kemptener Landwirtschaftsamts. Beispielsweise bezuschusst das Programm technische Geräte sowie Einrichtungen für Mahd, Entmistung, Lagerung und Ausbringen der Streue. << Neue Geräte erleichtern einem die Arbeit auf dem Feld >>, meint Landwirt Rist, der den Familienbetrieb mit seinem Vater Konrad führt. Man habe immer weniger menschliche Arbeitskraft - daher seien technische Neuerungen von Nöten. Knapp fünf Hektar Streuwiese bewirtschaftet die Familie auf ihrem eigenen Hof und ist über den Zuschuss für ein neues Mähgerät froh.

<< Das Konzept der Allianz, Moorgebiete zu schützen und gleichzeitig effizienter zu nützen, ist sehr überzeugend >>, sagte Vize-Landrat Anton Klotz bei der Vorstellung des Programms. Ein weiteres Ziel sei, die gesamte Verwertungskette der Streue - von der Mahd bis zur Verwendung im Stall - in der Region vorzunehmen und zeitgleich die Artenvielfalt des Naturraums zu erhalten. Laut Gerhard Gehring, Fachwirt für Naturschutz und Landschaftspflege, ist diese Förderung auch nötig: << Streu ist auf dem Markt kaum mehr bezahlbar.

Deswegen ist es wichtig, die regionale Verarbeitung des Heus zu fördern. >>

Der Förderungssatz bewegt sich zwischen 25 und 50 Prozent. Der Zuschuss hängt davon ab, wie häufig Geräte genutzt werden, und von ihrem innovativen Charakter. Die Förderung gebrauchter Apparate ist aber auch möglich - jedoch werden nicht alle Betriebe bezuschusst.

Landwirte können Antrag stellen

In einem speziellen Verfahren können Landwirte einen Antrag auf Unterstützung stellen. Die Betriebe werden dabei nicht schablonenhaft abgelehnt oder gefördert: << Ob ein Betrieb gefördert wird oder nicht, ist immer eine Abwägung von Fall zu Fall >>, erläuterte Gwendolin Dettweiler, Regionalmanagerin der Allgäuer Moorallianz. Es komme etwa auf die Lage der Felder an und wie wertvoll der Boden sei.

Dettweiler zufolge seien die Landwirte hierbei die wichtigsten Partner der Allianz: Ohne ihre professionelle Bewirtschaftung würden die Moorgebiete verwildern. Durch die Arbeit auf dem Feld wüssten die Bauern zudem am besten, welche Innovationen und Veränderungen sie brauchen, um ein effektiveres Arbeiten zu ermöglichen, ergänzte Vize-Landrat Klotz.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen