Adria-Reise
Allgäuer Autoren Klüpfel und Kobr präsentieren neuen Roman - ganz ohne Kluftinger

Die beiden Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr präsentieren den ersten Roman ohne ihren Allgäuer Kult-Kommissar Kluftinger. Diesmal geht es um eine Reise an die Adria.

Gerade kehren sie von einer ihrer unentwegten Reisen mit dem Kommissar und ihrer 'Lit-Comedy' zurück. Landsberg, Gießen, Recklinghausen … 'Klüpfel& Kobr: my Klufti'. Das Bewährte, das millionenfach Verkaufte. Aber heute in München beginnt ein neues Abenteuer für die Allgäuer Erfolgsautoren. Sie stellen vor Journalisten erstmals einen ganz anderen Roman vor. Kein Krimi. Kein Kluftiger. Er heißt 'In der ersten Reihe sieht man Meer' und wird am 9. März erscheinen, drei Tage vor Beginn der Buchmesse in Leipzig.

Die Idee wurde vor fünfeinhalb Jahre geboren. Damals war Volker Klüpfel noch Redakteur der Augsburger Allgemeine und am 13. Juli 2010 erschien von ihm eine Geschichte im Reise-Journal. Der Titel: 'Und wieder Bibione'. Der Untertitel: 'Alles noch da: Kokusnuss-Verkäufer, Sandburgen und Wurstel con Krauti. Und doch hat sich einiges verändert. Zurück an den Urlaubsort der Kindheit'.

Klüpfel erinnert sich: 'Ich habe noch nie und nie wieder so viele Reaktionen, so viele Zuschriften auf einen Artikel erhalten wie auf diesen. Das hat offenbar bei vielen was getroffen.' Und offenkundig auch den Verfasser nie mehr ganz losgelassen.

Roman: Aus 180 Zeilen werden 320 Seiten

Aus den 180 Zeilen sind nun – im seit bald 13 Jahren gewohnten Autorenduett mit Michael Kobr und natürlich nach weiteren Recherchereisen an die Adria – 320 Seiten Roman geworden. 'In der ersten Reihe sieht man Meer' aber ist darüber noch viel mehr als eine reine Nostalgie-Reise geworden, die nach Tiroler Nussöl riecht, nach dem von Zuhause mitgebrachten Essen schmeckt und mit 'Africavitamineproteinecoccobeeeeellooooooooo!' in den Ohren dröhnt.

Natürlich geht es viel um Erinnerungen, wenn Autobahnstrategen-Papa den samt zweier Kinder und der Oma restlos vollgepackten Ford Sierra nach Stau und Grenzkontrollen (!) doch noch in die Vollbetonferienanlage steuert und die Kümmer-Mama das Apartment gleich mal einer Grundreinigung unterzieht, bevor sich dann an der überfüllten 'Schpiackia' die Angst vor den mindestens unordentlichen, wenn nicht betrügerischen Einheimischen und eine unendliche Langweile breit machen. Und mit ihren bewährten Fähigkeiten im Typenkabarett vermögen Klüpfel/Kobr das auch genüsslich auszuschöpfen – bis hin zu Kapiteltiteln aus damaligen Sommerhits.

Warum auch der neue Roman ein bisschen an Kluftinger erinnert

Die Konstruktion des Romans aber ermöglicht den Autoren noch etwas darüber hinaus. Es reist hier nämlich ein Erwachsener von heute wundersam zurück in die 80er, als er selbst so alt war, wie seine Kinder es nun sind. Und da trifft nicht nur der Blick des weltgewandten, vollvernetzten Menschen des 21. Jahrhunderts vergnügt auf all das niedlich Umständliche und Verdruckste im Damals – da wirft auch manches Mal ein alter Moment der Unmittelbarkeit und Wärme eine Frage an unsere heutige Abgeklärtheit und Übersättigung zurück.

Es ist also ein gutes, ein nur selten überwitzeltes Buch geworden, das sicher wieder vieles bei seinen Lesern treffen wird. Und ein bisschen Krimi wird’s dann schon auch. Und sogar ein Hauch Kluftinger.

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