Sölden
Allgäu-Talente im Kommen

Auch wenn es noch nicht überall winterlich aussieht, für die alpinen Skirennfahrer hat der Winter längst begonnen. Mit dem Weltcup-Auftakt am Wochenende in Sölden fiel der Startschuss in die olympische Saison, in der auch Allgäuer Athleten für Furore sorgen wollen. Im Gespräch mit ARD-Fernsehreporter Bernd Schmelzer (44) aus Balderschwang macht sich der frühere Slalom-Weltmeister Frank Wörndl (50) aus Sonthofen für unsere Zeitung Gedanken über

Karlheinz Waibel (42) aus Sulzberg, neuer Männer-Cheftrainer: «Er soll das Team nach vorne bringen, motivieren, den Läufern Rückendeckung geben, auch wenn es mal nicht so läuft. Der Charly ist ein ruhiger, besonnener, positiver Typ. Dass das Allgäu neben dem DSV-Präsidenten nun auch den alpinen Männer-Chef stellt, ist zweitrangig. Lokale Eifersüchteleien darf es heute nicht mehr geben.»

Gina Stechert (21) aus Fischen: «Sie ist eine super Gleiterin, hat ein sehr gutes Skigefühl. Wenn sie an ihrer Kurventechnik feilt, ist vieles möglich.»

Tobias Stechert: «Könnte sich im Sog der Schwester freischwimmen. Er hat alle Anlagen, die ein Rennfahrer braucht. Allerdings ist es bei den Männern ein harter Kampf nach vorne. Außerdem hat er innerhalb der Mannschaft kaum Vergleichsmöglichkeiten, was die Weltelite betrifft.

Wenn er sich an die Top 30 heranpirscht, wäre das ein Erfolg.»

Dominik Stehle (23) aus Obermaiselstein: «Ein lockerer Typ, der aber noch frecher fahren und noch mehr den Respekt ablegen muss. Das Potenzial ist da, das hat man beim Slalom in Levi vergangene Saison gesehen.»

Den Nachwuchs: «Hannes Wagner, Philipp Schmid, Christina Geiger, Nicola Schmid sollen so weitermachen. Das sind alles Talente, die wir bald regelmäßig im Weltcup erleben werden. Die Allgäuer Nachwuchs-Arbeit trägt Früchte.»

Ofterschwang: «Gehört auf jeden Fall in den Weltcupkalender. Diese Begeisterung bei Zuschauern und Organisatoren ist doch einmalig. La Molina in Spanien hat zwar das etwas anspruchsvollere Gelände, aber es sind keine Fans da. Das ist so, als würde Bayern gegen Turin vor zehn Zuschauern spielen.»

Die Superstars: «An Lindsey Vonn führt kein Weg vorbei. Da wird unsere Maria Riesch zu beißen haben. Ich hoffe, dass Riesenslalom-Weltmeisterin Kathrin Hölzl locker bleibt. Bei den Männern sehe ich Aksel Svindal und Benni Raich ganz vorne. Der Schweizer Didier Cuche wirft Willen und Erfahrung in die Waagschale. Und dann schauen wir mal auf die Jungen. Auf Marcel Hirscher aus Österreich etwa, da bin ich gespannt.»

Deutsche Medaillen bei Olympia in Vancouver: «Ich tippe auf zehn Prozent der insgesamt zu vergebenden Medaillen, also drei! Wir haben sehr starke Frauen, und dem Felix Neureuther traue ich auch eine zu.»

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