Allgäu Comets: Sturm an die Tabellenspitze

Von unserem Mitarbeiter Michael Dumler, Darmstadt/Kempten - Sie wollten es mit aller Macht und haben es tatsächlich geschafft: Die Footballer der Allgäu Comets erstürmten mit dem fünften Sieg in Folge die Tabellenspitze in der 2. Bundesliga Süd. Der 21:0 (7:0, 0:0, 0:0, 14:0)-Sieg bei den Darmstadt Diamonds war bereits der vierte 'Zu-Null-Erfolg' (bei sieben Spielen). Nach fünfstündiger Busfahrt zurück nach Kempten wurde dies Samstag Nacht kräftig begossen. 'Wir haben die Tabellenführung ausgiebig in den Kemptener Kneipen gefeiert', verrät Team-Managerin Uta Gündel. Der bisherige Spitzenreiter Marburg Mercenaries (10:2 Punkte) war - wie alle anderen Teams der Liga - am Wochenende spielfrei. Die Gelegenheit, mit einem Sieg die Tabellenführung zu übernehmen, wollten sich die Kemptener Footballer nicht entgehen lassen. Mit vier Siegen in Serie im Rücken reisten die Schützlinge von Headcoach Shawn Coles selbstbewusst nach Darmstadt. Die Diamonds wollten sich für die bittere 0:52-Schlappe vor zwei Wochen im Kemptener Illerstadion revanchieren. Doch gegen die hoch motivierten und diszipliniert agierenden Comets fanden die Hessen letztlich kein Rezept.

Mächtig unter Druck 'Die Diamonds hatten sich gut auf uns eingestellt', erzählt Uta Gündel. Zum einen setzten die Gastgeber vor allem in der ersten Hälfte mit massiver Defense den Comets-Quarterback C.-J. Banks mächtig unter Druck. Auch den Comets-Top-Scorer Patrick Johnson versuchten sie nicht ins Spiel kommen zu lassen. 'Anfangs dachten wohl einige Spieler von uns, dass es ein ähnlicher Spaziergang wie zuletzt im Illerstadion werden würde', sagt Comets-Vorsitzender Joachim Hössl die Anlaufschwierigkeiten 'seiner' Footballer. Während die Offense sich zunächst nicht entfalten konnte, zeigte wieder einmal die Comets-Defense eine überragende Leistung. Sie schaffte allein im ersten Viertel drei Interceptions durch Muhammat Yilmaz, Jim Curoso und Patrick Johnson. Letzterem gelang mit seiner Interception schließlich die 6:0-Führung. Unter dem Jubel der Comets-Cheerleaders erzielte Johnson nach Pässen von Banks auch die beiden restlichen Touchdowns. Der aus dem Urlaub zurückgekehrte Roman Pytlik erzielte mit den fälligen Kicks drei Punkte. Erneut eine Top-Leistung zeigte Neuzugang Max Gelowicz. Ein Fumble kurz vor Schluss von Radek Jagielski in der Darmstädter Endzone erkannten die Schiedsrichter nicht an.

Nerven im Griff 'Es war ein unspektakuläres, aber schnelles Spiel', urteilt Team-Managerin Uta Gündel. Mit zunehmender Spieldauer hätten die Darmstädter resigniert. Im Gegensatz zum aufgeheizten Hinspiel, bei dem zwei Spieler (darunter Comets-Abwehrchef Ralf Bredtmann) 'Rot' bekommen hatten sowie Diamonds-Coach Wim de Heij wegen unsportlichen Verhaltens auf die Tribüne verbannt worden war, hatten die Teams diesmal ihre Nerven im Griff. 'Jetzt wollen wir natürlich so lang wie möglich ganz oben bleiben', sagt Uta Gündel. Und die Chancen dazu stehen nicht schlecht: Am kommenden Samstag reisen die Comets zum Schlusslicht nach Straubing.

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