Schwangau
Alles streng geheim - bis zuletzt

Top Secret: Streng geheim bleibt bis zuletzt, was am heutigen Samstagabend beim ersten «Gunglhos» der Schwangauer Narren geboten wird. Nur soviel verrät Präsident Thomas Heiserer: Es wird fast alles von den kleinen und großen Ereignissen in der Gemeinde handeln. Gunglhosweiber, Maulaufreißer und die anderen Gruppen haben Witziges und Ironisches einstudiert, es geht um Tierisches und Menschliches, Soloeinlagen und besondere Gastauftritte.

Augen und Ohren aufsperren, heißt es fürs Publikum beim vielfachen «Ah-sooo». Der erste Abend wäre wohl nicht ausverkauft, hätte sich nicht herumgesprochen, dass die Schwangauer Narren in Höchstform sind. Mit neuen Tänzen wartet die Kindergarde auf, ebenso die Teenies der «Bubblegums». In welchen Kostümen die Prinzengarde beim Showtanz herumwirbelt und wie sich Prinzessin Simone I. und Prinz Hansjörg I. im Western-Look zeigen, lässt sich nur erahnen.

Das Motto «Western» (das sich auch im neuen Faschingsorden, dem Sheriffstern, niederschlägt) haben sich die Narren diesmal ausgesucht - mit Häuptlingen und Squaws, Cowboys, Gangstern und Saloon-Damen kann es da ganz schön turbulent werden. Schwer beschäftigt waren auch Kulissenbauer, Techniker oder Garderoben-Meisterinnen.

Der Faschingsorden geht an alle, die sich um die Fasnacht verdient gemacht haben. Die höchste Auszeichnung aber, der Orden «It viel reda, ebbas dua», geht erneut an Personen und Institutionen mit großem sozialen Engagement. Die Auszeichnung mit dem Ansinnen, beim ausgelassenen Treiben Benachteiligte nicht zu vergessen, wird heuer zum 34. Mal verliehen.

Zu den ersten Preisträgern gehörte die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung. Stiftungsvorsitzende Ellinor Holland nahm den Orden 1977 entgegen. 2008 wurde die Füssener Tafel bedacht, vertreten durch Dietmar Hollmann.

Bald werden es 40 Jahre, dass Schorsch Grieser mit den Turnerfrauen den Tratsch in der Spinnstube, das Gunglhos, wieder aufleben ließ. Schon 1964, vor 45 Jahren, hatten die Maschkerer das erste Prinzenpaar auf den Thron gehoben.

Lachen über das Dorfgeschehen

Vieles hat sich seitdem verändert, wurde komödiantisch und kabarettistisch der Zeit angepasst. Im vorigen Jahr gab der Faschingsverein erstmals eine Faschingszeitung heraus. Geblieben ist, und darauf kommen die Fasnachter von heute immer mehr zurück, ein Ziel: Die Besucher sollen lachen können über das Dorfgeschehen, denn mit Humor geht alles leichter.

Wenn dann die legendäre Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kapelle auftritt und der ganze Saal singt «so schia is zSchwoga aufm Gunglhos», dann ist die Faschingshochburg wieder in der fünften Jahreszeit angekommen.

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