Special Winter 2019 SPECIAL

Kempten
Alles parat - der Winter kann kommen

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Über 60 Winter haben einige der Lantanen bereits hinter sich. Damit die Gewächse auch heuer die kalte Jahreszeit überstehen, verbringen sie den Winter in Gebäuden der Stadtgärtnerei. 25 Mitarbeiter waren die letzte Zeit damit beschäftigt, verschiedene Pflanzen an Orangerie, Residenz, Zumsteinwiese und anderen Orten auszugraben und in die Gärtnerei zu bringen. Damit sind die Tage des üppigen Sommerflors in der Stadt gezählt.

Insgesamt werden etwa 250 Kübelpflanzen im Gewächshaus oder in der Montagehalle stehen. Dort, wo der Frost nicht hinkommt. «Wir schneiden die Kronen zurück, entfernen das welke Laub und bringen die Wurzeln in Form», erläutert Michael Eisenhauer am Beispiel einer Bananenstaude. Der technische Leiter der Stadtgärtnerei zeigt, wo die Wurzeln beim Ausgraben gelitten haben. Doch während die einen Gewächse aus dem Stadtbild verschwinden, pflanzen die Gärtner bereits rund 20000 Blumenzwiebeln und zahlreiche andere Frühjahrsblüter für den kommenden Frühling. Ziel ist es laut Gärtnermeister Eisenhauer, bis Allerheiligen fertig zu sein. Denn dann müssen Friedhöfe und Soldatendenkmäler geschmückt werden.

Nach den Eisheiligen verlassen die «Wintergäste» die Stadtgärtnerei wieder. Wo welche Pflanze hinkommt, ist allerdings noch nicht klar. «Wir denken uns jedes Jahr was Neues aus», betont Eisenhauer. Schließlich wolle man der Stadt dafür etwas bieten, dass sie sich eine eigene Gärtnerei leistet.

Hochbetrieb herrscht auch im Betriebshof. Dort bereiten sich Leiter Uwe Gail und seine 80 Mitarbeiter auf den Winterdienst vor. So rüsten sie beispielsweise Lkw um, mit denen im Sommer Pflanzen gegossen wurden. Sie bauen das Fass auf der Ladefläche und den Gießarm ab und montieren dafür Schneepflug und Salzstreuer. Letzterer wird genau überprüft. Etwa darauf, ob die Mischung zwischen Feuchtsalz und normalem Salz stimmt. «Nur dann verteilt es sich gleichmäßig und hält auf der Straße», erläutert Gail.

Insgesamt wird die Stadt im Winter 40 einsatzbereite Fahrzeuge haben. Zehn eigene und 30 gemietete.

Auch außerhalb des Betriebshofs haben die Arbeiter alle Hände voll zu tun. Sie stellen 350 Streukisten auf und befüllen sie, bauen dort Schneezäune auf, wo der Wind erfahrungsgemäß besonders viel Schnee auf die Straße weht. Und sie platzieren orange-schwarze, zwei Meter hohe Schneezeichen. Damit sollen die Ortsverbindungsstraßen in den Außenbereichen der Stadt erkennbar bleiben.

Bei ihren Räumarbeiten werden die Arbeiter den Schnee auch auf einige Blumenbeete schieben. Das werden zahlreiche Frühjahrsblüher nicht überstehen. Dann kommt Eisenhauers Reserve zum Einsatz: Tausende Blumenzwiebeln und Co., die noch in den Gewächshäusern auf ihren Einsatz warten.

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