Alles dauert viel zu lange

Memmingen | vog | Im Zeichen des Klimawandels stand das Dreikönigs-Treffen der Memminger ÖDP im Café Kunz im Antonierhaus. Zugleich kritisierten Kreisvorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz und ÖDP-Stadtrat Professor Dr. Dieter Buchberger, dass in Memmingen Entscheidungen über wichtige Projekte viel zu lange dauern würden.

'Ob Realschule, kombiniertes Bad, Kino, Lärmschutz, Spielplätze, Jugendarbeit, Verkehrsberuhigung, Ausbau Öffentlicher Personennahverkehr oder nachhaltige Siedlungspolitik', listete Schimmer-Göresz auf: 'Alles dauert viel zu lange.' Das gleiche gelte für den Klimaschutz. Hier sei die Stadt erst Ende vergangenen Jahres dem Klimabündnis europäischer Städte beigetreten, obwohl die ÖDP dies schon vor vielen Jahren beantragt hatte. Angesichts des Umstands, dass OB Dr. Ivo Holzinger damals gegen den Beitritt gewesen sei, die SPD aber jetzt in einer Wahlkampfbroschüre mit dem Beitritt zum Klimabündnis wirbt, sagte die Vorsitzende: 'Da bleibt einem die Spucke weg.'

Im Anschluss ging Buchberger unter anderem darauf ein, was Städte für den Klimaschutz tun und dabei auch noch Geld sparen könnten. 'Einen Energiebericht erstellen zu lassen, ohne konkrete Ziele zu formulieren, bringt wenig', machte der Professor deutlich. Vielmehr sollten unter anderem folgende Dinge in Angriff genommen werden: Kommunale Förderprogramme für Blockheizkraftwerke; städtische Gebäude dämmen und mit kontrollierter Lüftung versehen; Wärmeleitungen verlegen; Stromanbieter wechseln und Busverbindungen ausbauen.

Darüber hinaus könne man Geld sparen, indem man kommunale Passivhäuser baut oder das Radwegenetz verbessert statt neu Parkhäuser zu bauen. Die Umwelt schützen und dabei 'Geld machen' könne man etwa mit der Ansiedlung von Umweltfirmen oder den Aufbau einer Kraftwärme-Kopplung, wobei Gewinne durch Nutzung der Abfallwärme erzielt werden könnten.

Zugleich werde sich die ÖDP laut Buchberger für eine bürgerfreundlichere und effizientere Verwaltung einsetzen. Ebenso für eine bessere Bildungs- und Familienpolitik. Dazu gehöre etwa, dass die Müllgebühren nicht mehr nach der Anzahl der Familienmitglieder berechnet werden sollen. Auch das in Buchbergers Augen zu kleine Familienbecken im künftigen Bad 'wird es mit uns nicht geben'. Zugleich verwies er auf Erfolge der ÖDP-Stadtratsarbeit. Dabei nannte er zum Beispiel das 'Fifty-Fifty-Projekt' zu Energieeinsparung an Schulen, Bürgersolaranlagen und die Beteiligung an der Gründung einer privaten Hochschule.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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