Ausgebüchst
Alle suchen Hündin Leyla

Zumindest im Nordwesten der Stadt ist Leyla jetzt eine kleine Berühmtheit. Wenn die Kaufbeurerin Sabine Micelotta mit ihrer Hündin spazieren geht, sprechen sie wildfremde Leute an. Dabei ist Leylas schneller Ruhm eher zweifelhafter Natur: In der Nacht zum Sonntag lief die Hündin einfach von ihrem Zuhause in der Gleiwitzer Straße davon. Und deshalb kennt sie jetzt das ganze Viertel.

Verantwortlich für Leylas plötzliche Berühmtheit sind ihre Herrchen: Sie haben ihren Namen beim Radiosender Allgäu ausrufen lassen und ihr Bild auf Handzettel und Plakate gedruckt. Via Internet haben sie das Verschwinden Leylas in der Facebook-Gemeinde publik gemacht. Und zusammen mit einem zuletzt 30 Mann starken Suchtrupp haben sie Kaufbeuren bis früh in die Morgenstunden nach der anderthalb Jahre alten Chihuahua-Hündin durchkämmt. Mittlerweile hat die verschollene Leyla, vor allem aufgrund der Hilfe zahlreicher Freunde, Bekannter und Fremder, wieder nach Hause gefunden.

Begonnen hat alles an einem ganz normalen Samstagabend. Nur kurz stand die Haustür der Micelottas offen, für Leyla allerdings genug Zeit, um durch den schmalen Türspalt in die Freiheit zu entschlüpfen. Als die vierköpfige Familie das Fehlen ihrer Hündin bemerkte, war es schon zu spät: Leyla war bereits über alle Berge. Wohin, wusste keiner.

«Ich habe jeden gefragt und lauter Autos angehalten», erinnert sich Sabine Micelotta, die auf der Suche nach ihrem Hund jeden ansprach, der ihr entgegen kam. Keiner der Angesprochenen begegnete ihr mit Ablehnung: «Die Leute waren so hilfsbereit, sie haben sich unsere Telefonnummer aufgeschrieben und versprochen, zurückzurufen, wenn sie Leyla sehen.» Lange blieb die Suche allerdings erfolglos: Noch in der Nacht um drei begann Micelottas Mann Giuseppe Plakate am Computer auszudrucken und überall in der Stadt zu verteilen.

Der Mann, der schließlich alles zu einem guten Ende brachte, heißt Falko Immisch: Er fand die völlig verschreckte Hündin vor seiner Haustür und nahm sie mit zu sich in die Wohnung. An die Tür heftete er einen Zettel mit der Botschaft, er habe einen zugelaufenen Hund gefunden. Diesen Zettel las am nächsten Tag sein Nachbar. Und weil dieser bereits einen von Micelottas Flyern in die Hände bekommen hatte, meldete er sich sofort bei Leylas Besitzern. «Ich hab sie», berichtete Giuseppe Micelotta übers Handy, nachdem er die Hündin von Immisch abgeholt hatte. Seine Frau am anderen Ende der Leitung atmete tief durch: Eine rund 18-stündige Suche lag hinter den beiden.

 

Wieder glücklich: Giuseppe, Miguel und Sabine Micoletta, Melli und Lina Peronace, Gian Luca Micoletta, Michaela und Laura Peronace (von links). Und natürlich Leyla, der linke der beiden Hunde. Foto: Mathias Wild

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019