Gefahr
all-in.de-Video: Crash zwischen Auto und Zug - Kampagne Sicher drüber der Deutschen Bahn

Unter dem Motto 'Bahn hat Vorfahrt' ist gestern in Kempten eine bundesweite Verkehrssicherheits-Kampagne gestartet worden. Ziel ist es, die Zahl der Unfälle an (unbeschrankten) Bahnübergängen zu reduzieren. Im Allgäu gibt es besonders viele unbeschrankte Übergänge, unter anderem entlang der Außerfernbahn von Kempten bis Pfronten.

Das letzte schwere Unglück in der Region ereignete sich an Silvester 2013, als an einem unbeschrankten Bahnübergang im Unterallgäuer Sontheim ein Auto von einem Regionalzug erfasst wurde. Zwei junge Männer im Alter von 23 und 25 Jahren kamen dabei ums Leben.
Autofahrer, aber auch Fußgänger oder Radler sollten sich immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass man sich an Bahnübergängen exakt an die Verhaltensregeln hält, sagte Alexander Kreipl vom ADAC.

Nach Angaben der Bahn könnten so über 90 Prozent aller Unfälle vermieden werden. Bayernweit ereigneten sich 2015 insgesamt 67 Unfälle an Bahnübergängen mit sieben Toten und 67 Verletzten. Kreipl sagte, meist sei Leichtsinn mit im Spiel. So sei jeder vierte Verkehrsteilnehmer bereit, eine geschlossene Halbschranke zu umfahren oder zu Fuß noch schnell durchzulaufen. Jeder Dritte wisse nicht, was ein Andreaskreuz bedeutet.

Häufig spiele Zeitdruck eine Rolle oder 'der Irrglaube, die Situation unter Kontrolle zu haben', sagte ADAC-Verkehrspsychologin Nina Wahn. Zudem sieht sie die Gefahr einer 'Routinehandlung'. Beim ersten Fehlverhalten sei die Hemmschwelle vielleicht noch hoch, wenn jedoch beim zweiten Mal nichts passiert, sinke das Risikobewusstsein.

Die Bahn hat nach eigenen Angaben die Zahl der Bahnübergänge in den vergangenen 25 Jahren von 7000 auf 3300 mehr als halbiert. Kleinere Übergänge seien zum Teil ganz aufgelassen worden. Diese Sanierungen und Umbauten seien aber nur einvernehmlich mit den Kommunen zu bewerkstelligen, hieß es. Zudem seien die Kosten, beispielsweise für den Bau einer Brücke, erheblich. Im Rahmen der Informationskampagne ist der ADAC mit einem Autowrack unterwegs. Das Unfallfahrzeug gehörte einer 86-jährigen Frau, die sich damit vor einigen Jahren überschlug. Das Auto landete auf den Gleisen und die Fahrerin wurde von beherzten Helfern in letzter Sekunde aus dem Auto gezogen, bevor es frontal von der Lok eines Zuges erfasst wurde.

Nach Angaben der Deutschen Bahn hat ein Zug aufgrund seiner enormen Masse je nach Geschwindigkeit einen Bremsweg von mindestens 1000 Metern.

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