Buchloe
«Aktive Bürgerbewegung»

Geselligkeit, Bildungsarbeit und Engagement in Kirche und Gesellschaft: Auf diesen drei Säulen gründet sich nach den Worten von Monsignore Alois Schröder die Aktivität der Kolpingsfamilien. Der Ehrenpräses des Kolpingwerkes Deutschland stand als Festredner im Mittelpunkt des Festabends, mit dem die Buchloer Kolpingsfamilie ihre Feiern zum 100. Jubiläum abschloss.

Vorsitzende Rosalia Walter begrüßte im voll besetzten Saal des Kolpinghauses zahlreiche Ehrengäste, darunter neben dem Festredner auch Josef Hosp, Ehrenpräses der Diözese Augsburg, der bereits eine Woche zuvor den Gottesdienst zur Eröffnung der Festwoche mit zelebriert hatte. Vertreter der beiden Kirchengemeinden sowie Landrat Johann Fleschhut würdigten in kurzen Grußworten die Arbeit der Kolpingsfamilie und gingen auch auf das gesellschaftliche Engagement der Mitglieder ein. Für Fleschhut ist Kolping eine «aktive Bürgerbewegung». Was dort geleistet werde, sei aller Ehren wert.

Mit der Kolpingsfamilie Pécs besteht seit 16 Jahren eine enge Partnerschaft. Erna Hirth und Dr. Zoltán Tubák waren extra für diesen Festabend aus Ungarn angereist, um diese fruchtbare Zusammenarbeit entsprechend zu würdigen. Sie überreichten ein Kruzifix als Geschenk an die Kolpingsfamilie Buchloe und ehrten zahlreiche verdiente Buchloer Mitglieder mit kleineren weiteren Präsenten.

Erster Höhepunkt des Festabends war die Präsentation der DVD «100 Jahre Kolping Buchloe», zusammengestellt vom stellvertretenden Vorsitzenden Matthias Fack. Dabei stellte er Höhepunkte aus der Geschichte der Buchloer Kolpingsfamilie den Ereignissen aus der Zeitgeschichte gegenüber. So gingen im Gründungsjahr der Buchloer Kolpingsfamilie 1909 in London die als Suffragetten bekannt gewordenen Frauenrechtlerinnen auf die Straße.

65 Jahre später wurde Helmut Schmidt zum Bundeskanzler gewählt und bei Kolping waren erstmals Mädchen zugelassen.

Alois Schröder hob in seiner Festrede den zweiten Teil des Wortes «Kolpings-Familie» hervor. In einer Zeit, in der «Ein-Mann-Shows» nicht mehr ziehen würden, sei Kolping ein familienhafter und generationsübergreifender Verband; der einzige, in dem man von Geburt bis zum Tod Mitglied sein könne. Als Glaubens-, Bildungs- und Aktionsgemeinschaft seien die Kolpingsfamilien ein Modell für die Zukunft. Wenn in Buchloe weiterhin mit der entsprechenden Überzeugungskraft gehandelt werde, seien die nächsten 100 Jahre kein Problem. Als Anerkennung ihrer Arbeit erhielt die Kolpingsfamilie von Schröder ein Ehrendiplom des Kolpingwerkes Deutschland.

Den endgültigen Abschluss des Jubiläums bilden ab dem 31. Oktober sieben Aufführungen der Kolpingbühne, die sich heuer an Shakespeares «Romeo und Julia» gemacht hat. Zwei Szenen aus dieser berühmtesten Liebesgeschichte der Welt machten Appetit auf mehr. Apropos Appetit: Mit einem reichhaltigen Buffet und zahlreichen lockeren Gesprächen klang der Abend nach zwei Stunden Programm auf sehr gesellige Art aus.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen