Naturbad
Aitranger Gemeinderat diskutiert über Zukunft des Elbseebads

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Der Gemeinderat Aitrang befasst sich jetzt mit dem Naturbadeplatz am Elbsee. Wegen gestiegener Sicherheitsauflagen kann sich der Betreiber nach eigenen Angaben das Naturbad in der bisherigen Form nicht mehr leisten.

Einige Gemeinderatsmitglieder merkten an, dass das Naturbad in Privatbesitz sei und somit nicht vorrangig die Gemeinde Aitrang Handlungsbedarf zeigen müsse. Bürgermeister Jürgen Schweikart stimmte dem zwar zu, er sagte aber auch, dass das Thema die Anliegergemeinden betreffe. Denn der Elbsee liegt auf Aitranger Flur, die Badeanstalt wiederum auf Ruderatshofener Flur.

Bei den Aitranger Bürgern sei die Frage, wie es mit dem Elbsee weitergeht, momentan Gesprächsthema Nummer eins. 'Ich führe viele Telefonate deswegen', sagte Schweikart, er habe Anrufe bis aus Krumbach bei Günzburg erhalten, die unklare Zukunft des Naturbades erhitze viele Gemüter. Als Kommune einen defizitären Betrieb wie das Elbeseebad finanziell zu bezuschussen, ist laut Schweikart nicht möglich. 'Da sind uns die Hände gebunden.' Es gebe aber beispielsweise die Möglichkeit, bei einer Fördervereinsgründung mitzuwirken. Wichtig ist ihm, dass man bei dem Thema mit den Betreibern zusammenarbeite. Im Gemeinderat kam die Frage auf, ob Dr. Robert Martin den See nicht verkaufen wolle, dies wurde verneint. Die Option, den See zu verpachten, stehe jedoch im Raum, so Bürgermeister Schweikart.

Parkplatzgebühren

Thematisiert wurde bei der Sitzung auch die schwierige Parksituation am Elbsee. An einem schönen Maiwochenende sei die Situation eskaliert, Autos hätten überall wild geparkt. Ein Rettungsdienst wäre da nicht mehr durchgekommen. Mit der Polizei Marktoberdorf und der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts sind Gespräche geführt worden. Die Verantwortlichen wollen in Zukunft stärker gegen das Wildparken vorgehen.

Wer unerlaubterweise auf den Grünstreifen parkt oder Rettungswege versperrt, muss laut Schweikart also mit einem Bußgeld rechnen: Außerdem möchte die Gemeinde Aitrang in Zusammenarbeit mit Ruderatshofen 'absolutes Halteverbot'-Schilder aufstellen lassen. Der See soll diese Badesaison bis September jetzt erst einmal 'auf eigene Gefahr' geöffnet bleiben. Das bedeutet, dass der Betreiber für Badeunfälle keine Haftung übernimmt. Eintritt wird nicht verlangt, lediglich das Parken kostet etwas.

Für den Aitranger Bürgermeister wäre eine Schließung der Badestelle fatal. Die Leute würden dann möglicherweise an unerlaubten Stellen ins Wasser gehen, befürchtet er: 'Da hat keiner mehr die Kontrolle.'

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