Gemeinderat
Aitrang baut Kinderkrippe - Vorläufig wird Bedarf noch über Kindergarten gedeckt

Kaum hatte Bürgermeister Jürgen Schweikart die Gemeinderatssitzung eröffnet, als sie beinahe schon wieder beendet war. Gemeinderat Robert Kulzer bemängelte einen Ladungsmangel, die Ladungsfrist war nicht eingehalten worden. Kurzerhand stimmten die zu diesem Zeitpunkt anwesenden Gemeinderäte und Gemeinderätinnen ab, dass die Sitzung dennoch durchgeführt werden soll.

Der Bürgermeister informierte darüber, dass für den in nicht öffentlicher Sitzung beschlossenen Bau einer Kinderkrippe mittlerweile Pläne vorliegen. Nach der Auswertung der Elternbefragung 2012 gibt es in Aitrang Nachfrage nach zwölf Krippenplätzen, was einem Raumbedarf von 140 Quadratmeter entspricht.

Anbau für 300 000 Euro geplant – hohe Zuschüsse zu erwarten

Dafür soll nun ein Anbau am Kindergarten entstehen, dessen Kosten sich voraussichtlich auf rund 300 000 Euro belaufen werden. Bis zu maximal 90 Prozent der Baukosten kann die Gemeinde dafür an staatlichen Zuschüssen erwarten, einen entsprechenden Förderantrag bereitet die Verwaltung vor.

Nach Rücksprache mit dem Landratsamt und der Regierung von Schwaben wird Aitrang bis zur Eröffnung der Krippe (voraussichtlich im Frühjahr 2013) übergangsweise eine gemischte Gruppe genehmigt, welche sechs Krippenkinder und die jüngsten Kindergartenkinder gemeinsam besuchen können.

Auf Anraten von Kämmerin Angela Unger sollen die Kindergartengebühren während der Übergangsphase unverändert bleiben, sodass Krippen- und Kindergartenkinder den gleichen Beitrag zahlen.

Mit dem Bezug der Krippe werden die Gebühren dann neu berechnet und wegen des höheren Betreuungsbedarfs in etwa doppelt so hoch ausfallen wie die derzeitigen. Darüber müsse der Gemeinderat zu einem späteren Zeitpunkt noch beschließen. Gemeinderätin Brigitte Kreis regte an, den betroffenen Eltern die neuen Gebühren möglichst frühzeitig mitzuteilen.

Friedenslinde soll zurückgeschnitten werden

Offen sei noch, ob die Nachmittagsgruppe im kommenden Kindergartenjahr angeboten wird, so der Bürgermeister weiter. Bisher lägen erst neun Anmeldungen vor, bei zwölf Kindern könne die Gruppe weiter bestehen.

Keine guten Nachrichten hatte der Bürgermeister von der fäulnisbefallenen Friedenslinde. Ein Zugversuch nach Ostern habe zwar keine akute Bruchgefahr ergeben, jedoch empfehle der Sachverständige einen Rückschnitt der Baumkrone um zwei Meter, um die Standsicherheit zu gewährleisten.

Auch in der Zukunft müsse der Baumriese gut überwacht werden, da mit fortschreitender Fäulnis eine weitere Holzzerstörung zu erwarten ist. Im Gemeinderat wurde diskutiert, wann und an welcher Stelle eine Ersatzpflanzung gemacht werden soll.

Tempo 30 für Ortsteil Wenglingen beantragt

Aufgrund der Brückenbaustelle in Ruderatshofen und der damit verbundenen Umleitung hat das Verkehrsaufkommen über Wenglingen und Aitrang erheblich zugenommen. Bürgermeister Schweikart informierte den Gemeinderat, dass er beim Landratsamt für Wenglingen eine Tempo-30-Begrenzung sowie verstärkte Geschwindigkeitsmessungen an der Wenglinger und an der Friesenrieder Straße gefordert habe.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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