Kempten
Afrika fürs Auge, den Gaumen und die Ohren

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Die Bierbänke sind klassisch bayerisch, das Essen an den Ständen duftet aber verführerisch fremd. Es gibt beispielsweise Yassa, eine Spezialität aus dem Senegal oder Mandasi und Sambusa aus Kenia. Der Algerier Hamid, der mit Ehefrau Anna-Maria in Kempten wohnt, sagt: «Es ist für mich ein nostalgischer Geruch.» Ein Duft, der an die Heimat erinnert beim Festival «Afrika im Allgäu», das am Wochenende rund 2000 Besucher auf das Gelände des Kemptener Kempodium lockte.

Etwas fürs Auge bietet ein Händlermarkt mit Schmuck, Steinkunst, Holzhockern und Korbwaren, farbenfrohen Tüchern und Fell bespannten Trommeln. Und wer auf den Geschmack kommt, kann gleich beim Trommelworkshop mitmachen. Die 19-jährige Sarah aus Waltenhofen hatte sich allerdings auf noch mehr Mitmachangebote eingestellt: «Steine schleifen oder Bauchtanz hätte ich gern probiert.»

Bauchtänzerin Lisa Slavicek begeistert nicht nur Sarah. Viel Applaus erntet am Samstagabend auch Musikerin Virginia Mukwesha, die ihren traditionellen Mbirasound (eine Art Daumenklavier) mit Trommeln würzen und Gitarrensound garnieren lässt. Die außergewöhnliche Kombination zieht rund 500 Besucher an.

Partyststimmung kommt nach dem Konzert bei der Disco auf: Der mit Perlenarmbändern und rotem Gewand gekleidete Massai aus Illertissen trifft auf die Kemptenerin Margit in Jeans und T-Shirt: Unter anderem Bob Marleys «Rasta Man» lässt Menschen verschiedenster Herkunft ausgelassen bis weit nach Mitternacht miteinander feiern.

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