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Ältere Dame stürzt in Kempten: Passanten laufen einfach vorbei

Symbolbild.
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  • hochgeladen von Lisa Hauger

Die Empörung bei den Johannitern ist groß: Vor wenigen Tagen ist in Kempten eine ältere Dame gestürzt und unzählige Passanten sind an ihr vorbeigelaufen, ohne zu helfen. Nur zwei junge Frauen, die bei den Johannitern arbeiten, haben der Dame ihre Hilfe angeboten. Dabei sind sie selbst gar nicht direkt am Unfallort vorbeikommen. Ein Passant habe sie durch Rufe auf die gestürzte Frau aufmerksam gemacht. „Wir trugen keine Johanniter-Kleidung, der Mann hatte uns also rein zufällig ausgewählt. Er selbst half nicht, sondern war kurz darauf verschwunden“, berichtet die 17-jährige Ersthelferin in einer Mitteilung. 

Passanten laufen einfach weiter

Die beiden Auszubildenden reagierten sofort: Während eine von ihnen zurück in die benachbarte Johanniter-Dienststelle lief, um weitere Hilfe zu holen, rannte die andere zu der verunglückten Frau. Die Dame atmete und wurde nach einer Untersuchung auf Verletzungen von der Ersthelferin in die stabile Seitenlage gebracht. Keiner der vorbeigehenden Passanten habe angehalten. Die 17-Jährige war bis zum Eintreffen ihrer Kollegen die Einzige an der Unfallstelle. Davon habe sie sich aber nicht verunsichern lassen. 

Enttäuschung Empörung bei den Ersthelfern

„In der Zeit, in der ich auf Hilfe wartete, muss das Herz der älteren Dame aufgehört haben zu schlagen“, erzählt die junge Frau. Eine ihrer Kolleginnen begann umgehend und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit der Herzdruckmassage. Die ältere Dame wurde in die Klinik gebracht. „Nach diesem Vorfall, habe ich aber gemerkt, wie wichtig es ist, zu handeln. Dabei ist es ganz egal wie – ich selbst habe ja auch nur die grundlegenden Erste-Hilfe-Kenntnisse." Die Auszubildende ist enttäuscht, dass so viele Menschen, ohne jegliche Hilfe zu leisten, weglaufen sind. In ihren Augen wäre es schon genug gewesen, den Notruf zu wählen oder einfach nur Beistand zu leisten. 

Die Angehörigen der verunglückten Frau kamen einige Tage später in die Dienststelle und bedankten sich mit einem Blumenstrauß bei den Helfern.

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