Kempten
Adenauerring zwölf Stunden lang dicht

Das wird noch einmal heftig: Wie bereits kurz berichtet, wird am Montag, 5. Oktober, der Adenauerring gesperrt. Zwölf Stunden lang - von zwölf Uhr bis Mitternacht - wird für den Verkehr gar nichts mehr gehen auf dem Abschnitt am Klinikum. Darüber sprachen wir mit Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann.

Deshalb wird gesperrt: - «Wir wollen den abschließenden Deckenbau durchführen», so Wiedemann. Sprich: Der Lärm mindernde Asphalt wird aufgebracht, der auf dieser Strecke erstmals in der Stadt getestet wird. Um eine bruchanfällige Nahtstelle in der Straßenmitte zu vermeiden, müsse man auf gesamter Breite durchasphaltieren - daher die Komplettsperrung zwischen Haubensteigweg und Pettenkoferstraße inklusive der Kreuzungen.

Deshalb dieser Zeitpunkt: «Für den ersten Teil dieser Arbeiten brauchen wir dringend Tageslicht, sonst stimmt am Ende die Qualität nicht», sagt Wiedemann. Da die Arbeiten auf jeden Fall zwölf Stunden in Anspruch nehmen werden, müsse man eben spätestens mittags beginnen. Sollte das Wetter nicht mitspielen, werden die Arbeiten verlegt - und zwar auf Samstag, 10. Oktober.

Wohin ausweichen? «Wir können nur raten, ganz weit um diesen Bereich herumzufahren», so Wiedemann. Schließlich sei selbst die Umleitungsstrecke über die Innenstadt (Memminger Straße, Salzstraße) mittags wegen der dortigen Schulen keine gute Alternative. Und dann ist da auch noch das Klinikum, das während dieser Zeit ausschließlich über den Göhlenbach angefahren werden kann. Rettungsfahrzeuge dürfen die Baustelle passieren.

Was ist mit den Schülern? «Die Schulbusse kommen auf jeden Fall ganz normal durch das Gebiet hindurch», verspricht Wiedemann.

Sonntagsarbeit «schwierig»

Warum nicht in den Ferien fertiggeworden? Diese Frage hat Stadtrat Dominik Spitzer (FDP) in einem Brief an den Oberbürgermeister gestellt. «Eine Maßnahme dieser Größe dauert einfach sechs Wochen - und da wir ja erst nach der Festwoche starten konnten, ließ sich das nicht mehr in den verkehrsärmeren Ferien machen», erklärt Wiedemann. Eine von Spitzer angeregte Ausdehnung der Arbeit auf Sonntage hält der Tiefbauamtsleiter für «schwierig». Zum einen gebe es Besonderheiten bei Sonntagsarbeit (etwa Spezialgenehmigung beim Einsatz von Asphaltmischern sowie erschwerter Materialtransport und insgesamt höhere Kosten). Und zum anderen gefalle es nicht jedem Anwohner, wenn sieben Tage die Woche durchgearbeitet werde. So habe man bei der Sanierung der Kaufbeurer Straße aus Rücksicht auf die Geschäftsleute und für eine kürzere Bauzeit eine Nachtbaustelle eingerichtet.

Das allerdings habe dann die Anwohner verärgert. Auch müsse man sehen, dass zum Beispiel Nachtarbeit generell zu schlechterer Qualität beim Bau führe.

Wie lange hält der Spezialasphalt? Zehn bis 15 Jahre, schätzt Wiedemann, wird der Lärm mindernde Asphalt auf dem Ring überstehen. Generell sei er anfälliger als normaler Belag - wegen größerer (weil Lärm schluckender) Poren.

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