Oberstaufen / Ofterschwang
ADAC-Tourismuspreis geht zweimal ins Allgäu

Gleich doppelt abgesahnt hat das Oberallgäu beim erstmals vergebenen «ADAC-Tourismuspreis Bayern 2010»: Der erste Preis geht an das Inklusiv-Angebot «Oberstaufen Plus», der zweite an das Projekt «Gutes vom Dorf» aus Ofterschwang. Der Sieger Oberstaufen erhält ein Marketingpaket im Wert von 25000 Euro. Enthalten sind dabei ein Messeauftritt auf der «Freizeit 2010» in Nürnberg, Veröffentlichungen in der ADAC-Motorwelt und im Internet.

Um den Tourismuspreis, der im Januar offiziell übergeben wird, hatten sich 22 Kandidaten beworben. Ausgeschrieben wurde der Preis für vorbildliche touristische Projekte vom ADAC Süd- und Nordbayern - mit 2,4 Mio. Mitgliedern der größte Verein im Freistaat. Laut ADAC überzeugte die Jury das Pauschal-Paket «Oberstaufen Plus» von über 300 Gastgebern des Schroth-Heilbads am meisten. Hier nutzen Gäste kostenlos Leistungen, die beim Aktiv- oder Familienurlaub üblicherweise in Anspruch genommen werden: Bergbahnen, Skipass, Erlebnis- und Freibäder, Sommerrodelbahn, öffentliche Parkplätze und einiges mehr sind auf die elektronische Gästekarte aufgebucht. Der Gast nutzt die Angebote ohne weiteren Aufwand. Die Kosten übernehmen die teilnehmenden Gastgeber im Umlageverfahren.

Tourismusdirektorin Bianca Keybach ist «stolz, dass wir als Leuchtturmprojekt für Bayern ausgezeichnet wurden». Der Preis gebühre dem ganzen Ort - als Anerkennung für die Serviceorientierung der Gastgeber, der Leistungsträger und der Gemeinde. Die Entwicklung der Gäste- und Übernachtungszahlen seit dem Projekt-Start im April 2008 nennt Keybach einen «klaren Beleg dafür, dass konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Gäste für alle gewinnbringend sein kann.» Wie berichtet, startet auch Bad Hindelang ein Projekt nach dem Staufner Modell. Nur eine Juroren-Stimme hinter dem Sieger landete Ofterschwang. Das sei, so Tourismuschef Stefan Nitschke, «für ein kleines Dorf mit einem kleinen Marketingbudget schon ein toller Erfolg».

Beim Projekt «Gutes vom Dorf» bieten örtliche Gastgeber - vom kleinen Vermieter bis zum großen Hotel - ihren Gästen vorrangig heimische Produkte an. Das reicht vom Bergkäse bis zum Rinderschinken, vom Honig bis zum Bauernhof-Eis. Dass zwei Zielgruppen - Gäste und die Landwirtschaft - hier profitieren, habe die Jury besonders überzeugt, so Nitschke: «Wir konnten rüberbringen, dass Tourismus und Landwirtschaft bei uns nur im Kreislauf funktionieren.» Beeindruckt habe die ADAC-Juroren auch, «wie einfach das bei uns geht», berichtet Nitschke: «Unser Projekt läuft ohne EU-Förderung, ohne Steuermittel, ohne Kosten für die Gemeinde und die beteiligten Betriebe - und der Gast muss es nicht einmal buchen: Er kriegts einfach.»

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