Achtsam mit der Lebenszeit umgehen

Von Silvia Reich-Recla | Dietmannsried/Thalkirchdorf Das Motto der Zusammenkunft klingt von gestern: 'Landfrauentag'. Doch inhaltlich sind die beiden Veranstaltungen im Oberallgäu - gestern in Dietmannsried und heute ab 10 Uhr in Thalkirchdorf - auf der Höhe der Zeit. Da sind sich Bäuerinnen-Generationen übergreifend einig. 'Das Referat war wieder top', sagt beispielsweise die 35-jährige Christa Heiligensetzer aus Bodelsberg. 'Den Austausch mit anderen' hebt Monika Buhmann (52) aus Rechtis hervor und die 74-jährige Fanny Janser (Lauben) lobt die 'angenehme Atmosphäre und den guten Vortrag'.

In diesem Jahr spricht Josef Epp aus Bad Grönenbach - er ist Religionspädagoge und Klinikseelsorger - über 'Gesund und glücklich - gibt es dafür ein Rezept?' Der 50-Jährige macht deutlich, dass Glück nicht planbar ist, dass das Schicksal manches Vorhaben durchkreuzen kann. 'Diejenigen, die schnelle Rezepte fürs Glücklichsein geben, führen uns an der Nase herum.'

Der Unterallgäuer, der auch an der Volksschule Dietmannsried Religion lehrt, ermutigte, den Blick auf das Wesentliche zu lenken. Das bedeute auch, mit sich selbst und seiner Lebenszeit achtsam umzugehen. Jeder sei ein 'einmaliger, guter Gedanke Gottes', habe die 'Entwicklungsaufgabe' sich selbst zu entdecken, seine Stärken und Schwächen zu erkennen und Beziehungen bewusst zu pflegen.

Um ein glückliches Leben zu führen, sollte man aber auch den Mut aufbringen, 'etwas Sinnloses zu tun', das Kind in sich nicht verkümmern lassen. Und Epp blies Seifenblasen vom Rednerpult in die Zuschauerreihen als Sinnbild der 'Leichtigkeit des Seins'.

Das ehrenamtliche Engagement der Bäuerinnen hob in einem Grußwort Dietmannsrieds Bürgermeister Hans-Peter Koch hervor. Landtagsabgeordneter Josef Zengerle ging auf Ernährungsaktionen des vergangenen Jahres ein (siehe Artikel unten). Es sei beispielsweise schwierig, Schulmilch flächendeckend im Oberallgäu wieder einzuführen. Zengerle habe 21 Schulen dafür gewinnen wollen, aber bereits acht Absagen erhalten.

Dass der Schulverpflegung in Zukunft immer größere Bedeutung zukommen wird, betonte auch Landrat Gebhard Kaiser. Er möchte sich einsetzen, dass regionale Produkte flächendeckend in Schulkantinen Einzug halten.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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