Abschied im Kloster

Irsee | AZ | Anlässlich des Wechsels im Ortsvorsitz von Gerald Schmidt auf Karlheinz Sobek hatte sich die Irseer CSU im Kapitelsaal von Kloster Irsee zum Jahresabschluss getroffen. Der Landtagsabgeordnete Franz Pschierer war Gastredner zum Thema 'Die CSU nach Stoiber'. Im Rückblick zeichnete der scheidende Ortsvorsitzende ein nicht immer ungetrübtes Bild von der örtlichen CSU. Als größten Erfolg wertete er, dass es gelungen sei, die Partei im Ort wieder verstärkt sichtbar und vernehmbar zu machen. Die Wirkung lasse allerdings zu wünschen übrig. Mit einem 'Glückauf' übergab der scheidende Ortsvorsitzende das Amt an seinen Nachfolger.

Franz Pschierer sprach die Umstände an, die zum Rücktritt Stoibers führten. Kritisch äußerte er sich zu der langen Übergangszeit zwischen Ankündigung und Vollzug des Rücktritts. Das sei für die Abgeordneten eine schwierige Zeit gewesen. Gar nicht einverstanden ist Pschierer mit dem Vorschlag Becksteins, den Buß- und Bettag wieder zum Feiertag zu machen. Dem stünden verbindliche Vereinbarungen mit der Wirtschaft entgegen.

Lob für Pschierer

Die lebhafte Diskussion beschäftigte sich vor allem mit der Regierungsbildung. Auf völliges Unverständnis stieß Becksteins Entscheidung, bei der Besetzung der Staatssekretäre nicht die Ausschussvorsitzenden zu berücksichtigen, sondern weitgehend unerfahrene Nachwuchspolitiker. Kritisiert wurde auch, dass entgegen dem sonst hochgehaltenen Regionalproporz im Wirtschaftsministerium mit Minister und Staatssekretär jetzt zwei Oberpfälzer das Sagen haben. Lob erhielt Pschierer von Bürgermeister Andreas Lieb. Er pries die enge Abstimmung mit dem Abgeordneten.

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