G8 versus G9
Abi mal brüderlich

Familiär geht es dieses Schuljahr im Abiturjahrgang des Marktoberdorfer Gymnasiums zu. Die Brüder Andreas (G9) und Norbert Schmid (G8) machen beide nächstes Jahr Abitur. Dasselbe trifft auf die Brüder Wolfgang und Rupert Filser aus Geisenried zu. Rupert (19) gehört zum letzten G9-Jahrgang des Marktoberdorfer Gymnasiums, der ein Jahr jüngere Wolfgang ist G8ler. Unsere Zeitung hat die Gebrüder Filser zu G8 und G9 befragt.

Mal ehrlich: Wer von Euch macht das schwerere Abitur?

Wolfgang: Ich denke, dass wir es im G8 leichter haben werden.

Rupert: Echt? Glaubst du?

Wolfgang: Schon, weil das Niveau im Unterricht sinkt. Im G8 spezialisieren wir uns weniger. Die Leistungskurse in der G9 gehen dagegen stärker in die Tiefe. Da muss man sich in den Prüfungen sehr gut auskennen.

30 Wochenstunden Unterricht

Aber der Aufwand im G8 ist wegen der verkürzten Ausbildung höher, oder?

Wolfgang: Ja, zumindest habe ich 30 Wochenstunden, das ist mehr als mein Bruder hat.

Rupert: Bei mir sind es 26 Stunden.

Gibt es sonst Unterschiede?

Wolfgang: Klar. Im G8 haben wir zum Beispiel ein wissenschaftspropädeutisches Seminar.

Kannst Du das erklären?

Wolfgang: Das bedeutet, dass unsere Abschlussarbeit in diesem Seminar regelmäßig besprochen wird.

Rupert (lacht): Ich bin froh, dass ich noch eine Facharbeit schreiben darf. Die muss ich nur abgeben.

Herrscht denn auch Rivalität zwischen G8- und G9-Schülern?

Rupert: Bei uns beiden nicht. Aber wir von der K13 haben schon darauf gepocht, dass unsere Plätze vor dem Kollegstufenzimmer in Pausen und Freistunden reserviert bleiben. Schließlich sind wir die Älteren.

Wolfgang: Es fehlt einfach am Platz. Auf zwei Stockwerken sitzen 300 Leute. Aber wir können uns trotzdem ganz gut organisieren.

Apropos, habt Ihr Eure Zeit nach dem Abi schon organisiert?

Rupert: Ich bin schon gemustert und warte erst mal ab, wie es mit dem Wehrdienst weitergeht. Sollte ich freigestellt werden, gehe ich aber nicht gleich im Sommersemester an die Uni. Das ist mir zu stressig.

Wolfgang: Ich wurde ausgemustert. Vor dem Studium würde ich aber gerne noch ein Jahr ins Ausland gehen, vielleicht nach Südamerika.

Rupert: Machst Du da was Soziales?

Wolfgang: Hm, das sollte ich mir auch bald mal überlegen.

Brachte der Wechsel von G9 zu G8 für Euch Schwierigkeiten mit sich?

Wolfgang: Teilweise schon. Zum Beispiel kamen die Schulbücher immer ein bisschen später.

Rupert: Wir wussten am Anfang der K12 noch nicht, wann unsere Abiturprüfungen sein werden. Wegen des doppelten Abiturjahrganges war alles ein bisschen kurzfristiger.

Das hat Euch aber nicht aus der Ruhe gebracht

Wolfgang (lacht): Eigentlich nicht. Wir gehen beide das Abitur ganz ruhig an.

Ist es für Euch denn etwas Besonderes, im selben Jahr Abitur zu machen?

Rupert: Ja, das ist schon cool. Vor allem deshalb, weil wir uns super verstehen - auch außerhalb der Schule.

Wolfgang: Genau, wir spielen zusammen Fußball und machen bei der Kapelle Geisenried auch gemeinsam Musik.

Interview: Tobias Bunk

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