Tarife
Abgaben verteuern Strom

Nach den Lech-Elektrizitätswerken (LEW) hat mit dem Allgäuer Überlandwerk (AÜW) ein weiterer großer Stromversorger angekündigt, die um 70 Prozent gestiegene gesetzliche Umlage zur Förderung von Wind- und Sonnenenergie an seine Kunden weiterzugeben. Wie Geschäftsführer Michael Lucke erklärt, belastet die Steigerung das AÜW mit 3,2 Millionen Euro und diese Summe sei in keiner Kalkulation enthalten gewesen.

Das AÜW versorgt Tausende Kunden in Kempten, dem Ober- und Ostallgäu. Lucke betonte weiter, dass der Anteil der Steuern und gesetzlichen Abgaben inzwischen in manchen Tarifen über 40 Prozent des Strompreises ausmache. Andere Energieunternehmen würden bereits davon ausgehen, dass sich die Umlage für die erneubaren Energien in den nächsten zwei Jahren um weitere 20 Prozent erhöhen könne.

Auch die Tatsache, dass die Kundenpreise trotz den zuletzt gesunkenen Einkaufspreisen für das Unternehmen nicht sanken, hat nach Worten des Geschäftsführers viel mit steigenden Staatsabgaben zu tun. Darüber hinaus seien die Preise immer Ergebnis einer Mischkalkulation von mehreren Jahren mit besseren und «eben auch ungünstigeren Einkaufssituationen».

Auf Anfrage bestätigte Lucke, dass das AÜW seit Jahren Gewinne in kaum veränderter Größenordnung mache. Dies hänge natürlich stark von der Erwartung der Gesellschafter ab. Der mit Abstand größte Eigentümer mit über 80 Prozent der Anteile ist die Stadt Kempten, zweitgrößter Gesellschafter ist die Stadt Immenstadt. Um die Gewinnerwartung zu erfüllen, seien intern zahlreiche «Maßnahmen» ergriffen worden, bestätigte der Geschäftsführer. Inzwischen gab auch das EWR Reutte, das auf deutscher Seite Stromkunden im Füssener Raum hat, die Weitergabe der gestiegenen Umlage bekannt.

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