Abfallverband
Abfallzweckverband Kempten legt Gebührensenkung unter den Christbaum

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Ein Jahr lang währt bereits die Vorfreude, jetzt liegt das Päckchen wirklich unter dem Baum: Der Abfallzweckverband Kempten senkt die Gebühren. Zehn Prozent weniger als bisher kostet die Bürger ab Januar 2012 ihre jeweilige Restmüllmenge, 20 Prozent niedriger fällt die Grundgebühr aus. Beim Biomüll bleibt alles wie gehabt. Das hat die Verbandsversammlung am Mittwochabend einstimmig beschlossen.

Damit fließt ein Teil der Erlöse des ZAK wieder an die Gebührenzahler zurück. Besonders mit der Energie-Erzeugung erzielten die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren Gewinne. 'Früher mussten wir die Gebühren erhöhen, um unsere Investitionen zu stemmen', erinnerte Vorsitzender Gebhard Kaiser an weniger rosige Zeiten, 'aber jetzt können wir den Bürgern etwas zurückgeben.'

Im Detail werden künftig neun Cent pro Liter Restmüll im Monat fällig, bisher waren es zehn Cent. Fünf Cent berechnet der ZAK weiterhin pro Liter Biomüll. Die monatliche Grundgebühr schlägt mit drei statt 3,75 Euro zu Buche.

Rund 1,7 Millionen Euro verblieben 2012 somit bei den rund 290 000 Einwohnern im ZAK-Gebiet, das die Stadt Kempten sowie die Landkreise Oberallgäu und Lindau umfasst. Und dieses Geld komme bei jedem Haushalt direkt an, nicht wie bei anderen Geschäftsmodellen nur bei einzelnen Kapitalgebern. Mindestens für die nächsten drei Jahre seien die jetzt festgelegten Sätze gesichert, meinte Kaiser.

Bayernweit liege man mit den Gebühren weit im unteren Drittel der Entsorgungsverbände. Im Vergleich zu 1992 sparten die Bürger beispielsweise beim Restmüll 43,8 Prozent, rechnete Geschäftsleiter Christian Oberhaus vor. Was den ZAK obendrein auszeichne, sei der moderne technische Stand sämtlicher Anlagen. Rund 70 Mitarbeiter sind auf teils hochtechnischen Arbeitsplätzen beschäftigt.

Ob in der Kalkulation der Familienfaktor genügend berücksichtigt sei, wollten einige Räte wissen. In den Modellrechnungen erfahren nämlich kleine Haushalte ohne Biotonne prozentual die größte Entlastung. Haushalte mit mehr Personen zahlten dafür nur eine Grundgebühr pro Wohneinheit, argumentierten die Fachleute. Außerdem könnten gerade Familien durch bewusstes Müllvermeiden ihre Kosten senken. Und für die Windeljahre biete der ZAK nach wie vor einen Zuschuss von 50 Euro an, wenn die Eltern sich für Mehrwegwindeln entscheiden.

Eine Kröte müssen manche Lindauer schlucken. Der Service durch die Vor- und Nachläufer im Stadtgebiet, die die Tonnen zu Sammelstellen bringen, kostet künftig 2,80 Euro (bisher 2,20) pro Monat.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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