Heuschnupfen
Ab Mittwoch Frühlingswetter im Allgäu: Birkenpollen machen Allergikern zu schaffen

14,8 Prozent der Erwachsenen leiden laut einer Studie des Robert Koch-Instituts an Heuschnupfen, also einer Allergie gegen Pollen. Bei den Betroffenen juckt die Nase heuer schon ziemlich früh. Denn der milde Winter bringt die Pflanzenwelt in Schwung und treibt die Pollen-Belastung früher als gewöhnlich in die Höhe. Bereits seit Mitte Februar macht ein ungewöhnlich hoher Pollenflug den Allergikern zu schaffen.

Vor allem die so genannten windblütigen Bäume wie Hasel, Erle, Birke, Esche, aber auch Gräser und Kräuter machen Pollenallergikern das Leben schwer. Im Allgäu sind zur Zeit vor allem Erle und Hasel Auslöser für juckende und tränende Augen. Pappel und Weide kommen dann in den nächsten Wochen noch dazu. Die Birken-Saison startet oft erst im April. Das milde und nun auch wieder trockene Wetter kann die Pollen aber schon sehr bald fliegen lassen. Neben juckenden Augen gehören häufiges Niesen und eine laufende Nase in der Pollenflugzeit nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabunds (DAAB) für 16 Prozent der Bevölkerung zum Alltag.

Grund dafür ist ein „Irrtum“ des körpereigenen Immunsystems, das auf die an sich harmlosen Pollen mit einer überschießenden Immunantwort reagiert. Es kommt dabei zunächst zu allergischen Entzündungsreaktionen der oberen Atemwege – dem klassischen Heuschnupfen. Und der tritt mittlerweile nicht mehr nur im Sommer auf. Bedingt durch ein milderes Klima fliegen Gräserpollen bis in den November hinein, die ersten Haselnusspollen schon ab Dezember.

Für Allergiker bedeutet das, dass die Zeit im Jahr ohne Pollen in der Luft immer kürzer wird. Der Klimawandel ermöglicht es  außerdem Pflanzen aus anderen Regionen, bei uns Fuß zu fassen. Ein Beispiel ist die Pflanze Ambrosia aus Nordamerika, auch bekannt als Beifuß-Ambrosie, Traubenkraut oder "Ragweed" - ein Hauptallergen in den USA und inzwischen auch in Deutschland verbreitet. 

Laut Wissenschaftlern gibt es Hinweise, dass der mit dem Klimawandel einhergehende Anstieg von Luftschadstoffen wie Ozon und Feinstaub die Zusammensetzung von Pollen verändern und diese aggressiver machen kann. Forschungsexperten erwarten einen weiteren Anstieg sowie einen zunehmenden Schweregrad allergischer Atemwegserkrankungen.

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