Ab Dienstag stehen die Namen fest

Von Markus Brändle | Memmingen/Unterallgäu Das Kandidaten-Karussell hat sich kräftig gedreht, am 2. März ist der Wähler am Zug. Rund 31 000 Wahlberechtigte in der Stadt und etwa 105 000 Wahlberechtigte im Landkreis sind aufgerufen, die Zusammensetzung der kommunalen Parlamente und des Kreistags neu zu bestimmen.

Sieben Wahlvorschläge für den Memminger Stadtrat sind bei Dino Deriu, dem Leiter des Wahlamtes, bis 10. Januar, dem Ende der Einreichungsfrist, eingegangen: von CSU, SPD, Grünen, CRB, Freien Wählern, ÖDP und FDP. Anders als die Partei 'Die Linke' im Landkreis muss die FDP als bislang nicht im Stadtparlament vertretene Kraft keine Unterstützungsunterschriften vorlegen: Sie gilt als 'privilegierter Wahlvorschlagsträger', weil sie über eine bayerische Liste ins Europaparlament eingezogen ist.

Für die Kreistagswahl sind acht Vorschläge eingereicht worden: neben CSU, JWU, Freien Wählern, SPD, Grünen, ÖDP/Bürger für die Umwelt und FDP auch von der Linken. Ob die letztgenannte Gruppierung auch zugelassen wird, entscheidet der Kreis-Wahlausschuss am Dienstag, 22. Januar. Nach Auskunft von Frank Rattel, dem Wahl-Sachbearbeiter am Landratsamt Unterallgäu, muss die Linke als neue Gruppierung bis 21. Januar insgesamt 385 Unterstützungsunterschriften gesammelt haben. Die FDP, die im Unterallgäu ebenfalls neu antritt, gilt auch hier als 'privilegiert', weil sie - so Rattel - 'bei der letzten Bundestagswahl in Bayern mehr als fünf Prozent erreicht hat'.

l Wie geht es weiter? In Memmingen wie in Mindelheim und in den Landkreis-Gemeinden tagen am Dienstag, 22. Januar die Wahl-Ausschüsse und entscheiden über die Zulassung der Wahl-Vorschläge. Erst dann können die Stimmzettel gedruckt werden: Frank Rattel hat fürs Unterallgäu vorsorglich schon mal 107 000 an der Zahl bestellt. Die im Unterallgäu zugelassenen Bewerber werden am Donnerstag, 24. Januar im Amtsblatt des Landkreises bekannt gegeben.

l Einschränkung aufgehoben: Anders als noch bei den zurückliegenden Kommunalwahlen 2002 dürfen auch in den Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern nahe Verwandte, also etwa Vater und Sohn, gleichzeitig für ein Gremium kandidieren.

l Wählerverzeichnis: Stichtag für die Erstellung des Wählerverzeichnisses ist Sonntag, 27. Januar. Damit können Interessierte, wie Dino Deriu erläutert, theoretisch bereits ab Montag, 28. Januar Briefwahl beantragen.

l Stimmbezirke: Memmingen mit seinen Ortsteilen ist in insgesamt 51 Stimmbezirke aufgeteilt. Ab 18 Uhr beginnt am Wahlabend die computerunterstützte Auswertung der Ergebnisse. Der gesamte Stimmzettel wird am Bildschirm erfasst, so dass die gemachten Kreuze und die für die jeweilige Liste vergebenen Stimmen wesentlich schneller registriert werden können als dies bei einer manuellen Auswertung möglich wäre. Nach Derius Schätzung wird das Ergebnis der Stadtratswahl spätestens gegen Mitternacht vorliegen.

Wie sich die Zusammensetzung des Gremiums im Lauf des Wahlabends entwickelt, kann verfolgt werden unter

www.memmingen.de

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