Drogen-ABC
A bis H

Heroin

Abhängigkeit

Ein unüberwindbares Verlangen nach einer bestimmten Substanz oder einem gewissen Verhalten, das nicht mehr gesteuert werden kann und den Körper beherrscht.

Alkohol (Legale Droge)

Ethanolalkohol ist eine farblose, brennend schmeckende Flüssigkeit, die sowohl harmloses Genussmittel als auch Droge sein kann. Regelmäßig und im Übermaß konsumiert, kann Alkohol fatale Folgen haben. Es besteht ein sehr hohes Suchtpotenzial.

Kurzzeitwirkung:

  • Führt zu Stimmungswandel
  • Erweiterung der Blutgefäße
  • Mangel an Koordinationsvermögen
  • Erinnerungsverlust

Langzeitwirkung: 

  • Leberschäden
  • Erhöhte Aggressivität
  • Herzprobleme
  • Halluzinationen

Beruhigungsmittel

Medikamente, die gegen Schlaflosigkeit und Angstzustände eingesetzt werden. Synthetische Beruhigungsmittel zählen heute zu den weltweit am häufigsten verschriebenen Arzneimitteln. Sie haben eine angstlösende und entspannende Wirkung. Längerer Gebrauch erzeugt eine körperliche Abhängigkeit. Abruptes Absetzen ist mit Risiken verbunden.

Kurzzeitwirkung:

  • Verlangsamter Puls
  • Erschöpfung
  • Entspannung
  • Fieber
  • Verwirrung

Langzeitwirkung:

  • Depression
  • Atembeschwerden
  • Schlaflosigkeit
  • Halluzinationen

Betäubungsmittelgesetz
Das Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln. Strafbar macht sich, wer ohne Erlaubnis des Bundesinstituts für Arzneimittelsicherheit und Medizinprodukte Betäubungsmittel: - Anbaut/herstellt - Mit ihnen Handel treibt Der Eigenkonsum von Betäubungsmitteln hingegen ist nicht strafbar, wohl aber der Besitz und die Weitergabe. Betäubungsmittel sind jene Substanzen, die in einer der drei Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes aufgeführt sind:

  • Anlage I: alle nicht verkehrsfähigen und nicht verschreibungsfähigen Betäubungsmittel. Darunter fallen die meisten bekannten illegalen Drogen wie beispielsweise Heroin, LSD, Cannabis, Psilocybin oder MDMA (Ecstasy).
  • Anlage II: alle verkehrsfähigen, aber nicht verschreibungsfähigen Betäubungsmittel. Ein Beispiel hierfür sind Pflanzenteile des Coca-Strauchs wie z. B. Coca-Blätter.
  • Anlage III: alle verkehrsfähigen und verschreibungsfähigen Betäubungsmittel. Hierunter fällt beispielsweise Morphin, das zur Behandlung starker Schmerzen zugelassen ist oder Methadon, das in der Substitution Heroinabhängiger eingesetzt wird. Auch Kokain ist grundsätzlich verschreibungsfähig.

Crack (Illegale, synthetische Droge)

Eine rauchbare Droge, die aus Kokain und Natron hergestellt wird. Crack wirkt bereits nach wenigen Sekunden. Die Wirkung hält ca. fünf bis zehn Minuten an. Crack gilt als eine der Drogen mit dem höchsten Abhängigkeitspotenzial. Die Droge wirkt stark euphorisierend und leistungssteigernd, dadurch entsteht der Drang zum erneuten Konsum. Zur Herstellung wird Kokain in Wasser gelöst und mit einer anorganischen Base wie Backpulver vermischt. Das Gemisch wird nun so lange erhitzt, bis das Wasser verdampft ist. Es entsteht eine grobkörnige braune Paste. Der Name Crack kommt vom Knistern, das bei der Herstellung entsteht.

Kurzzeitwirkung:

  • Erhöhung des Blutdrucks
  • Anstieg der Körpertemperatur
  • Pupillenweitung
  • Reizbarkeit

Langzeitwirkung:

  • Leberschäden
  • Hirnschäden
  • Unterernährung
  • Psychische Störungen

Crystal Meth (Illegale, synthetische Droge)

Crystal gehört zu den am schnellsten zerstörenden Drogen überhaupt. Das Potential einer Abhängigkeit ist sehr hoch. Crystal wird überwiegend geschnupft, teilweise geraucht, in Wasser gelöst intravenös injiziert oder auch rektal verabreicht.

Kurzzeitwirkung:

  • Appetitverlust
  • Schlafstörung
  • Halluzinationen
  • Panik

Langzeitwirkung:

  • Schädigung der Blutgefäße, Leber, Nieren und Lunge
  • Zahnverfall
  • Depressionen
  • Gewichtsverlust

Drogentest

Dient der Feststellung von Menge und Art der Drogenaufnahme oder eines Medikaments. Der Test wird in der Regel durchgeführt, wenn Verdacht auf Missbrauch besteht. Um festzustellen, ob Medikamente bzw. Drogen im Körper enthalten sind, können Analysen mit verschiedenen Körpermaterialien durchgeführt werden:

  • Blut: Untersuchungen im Blut werden vorrangig dann vorgenommen, wenn es um die Einschätzung der akuten Beeinflussung eines Probanden durch einen bestimmten Wirkstoff geht.
  • Urin: Die am weitesten verbreitete Untersuchungsmethode. Drogenwirkstoffe lassen sich mehrere Tage bis zu einer Woche lang nachweisen.
  • Speichel: Es kann ohne medizinischen Eingriff eine Probe entnommen werden, um eine momentane Drogenbeeinflussung zu überprüfen.
  • Haare: Während des ständigen Haarwachstums werden die in der Zwischenzeit aufgenommenen Wirkstoffe in die Haarmatrix aufgenommen und dort gespeichert.

Doping

Die Einnahme von unerlaubten Substanzen oder die Nutzung von unerlaubten Methoden zur Steigerung bzw. zum Erhalt der – meist sportlichen – Leistung. Es wird chemisch gedopt, wie zum Beispiel mit den Substanzen Epo oder Anabolika, aber auch mit technischen Mitteln wie Motoren in Fahrrädern. Die Medikamente, die teilweise auch Erkrankungen heilen, müssen beim Dopen um ein Vielfaches überdosiert werden, damit sie einen Effekt haben.

Downer

Drogen mit beruhigender, müde-machender, angstlösender und entspannender Wirkung. Hierzu zählen zum Beispiel Beruhigungs- und Schlafmittel, Alkohol, Opium, Methadon oder Cannabis.

Kurzzeitwirkung:

  • Antidepressiv
  • Müdigkeit
  • Herbeiführen eines träumerischen Zustands

Langzeitwirkung:

  • Herabsetzung der Körperfunktionen
  • Atemlähmung
  • Herzstillstand

Entzugserscheinung

Ist jemand von einer Droge abhängig, so kommt es bei Ausbleiben der Einnahme zum Auftreten des Entzugssyndroms. Man unterscheidet weiterhin zwischen körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen. Die Körperlichen setzen bereits wenige Stunden nach der letzten Dosis ein und erreichen meist nach 24-48 Stunden ihren Höhepunkt. Beispiele dafür sind Schlafstörungen, Unruhe, Schweißausbrüche, Gliederschmerzen, Übelkeit, Kreislaufstörungen oder Krampfanfälle. Psychische Entzugserscheinungen sind beispielsweise Angst, Depressionen und Selbstmordgedanken.

Flash

Bezeichnet das Hoch- bzw. Glücksgefühl, das kurz nach der Einnahme von Drogen auftritt. Ein Flash kann beispielsweise beim Konsum von Heroin, Crystal Meth oder Crack auftreten. Dem künstlich herbeigeführten oder zufällig auftretenden intensiven Rausch, der in der Regel nur kurz anhält, kann ein längerer, gedämpfter Rausch folgen.

Genussdrogen

Zu den Genussdrogen zählen legale und sozial akzeptierte Substanzen wie Alkohol, Koffein, Nikotin oder Teein. Allerdings sind auch diese - vor allem in übermäßigen Mengen - nicht ganz ungefährlich (z.B. Koffeinrausch).

Heroin (Illegale, halbsynthetische Droge)

Stark schmerzstillendes Opioid mit sehr hohem Abhängigkeitspotenzial. Heroin erscheint als weißes, cremefarbenes, graues oder bräunliches Pulver. Das Pulver kann gesnieft, geraucht oder durch Erhitzung in flüssiger Form injiziert werden. Nach der Einnahme überkommt den Konsumenten ein Gefühl der Euphorie. Nach dem Flash geht der Rausch in einen gleichgültigen Traumzustand über.

Kurzzeitwirkung:

  • Übelkeit
  • Juckreiz
  • Verlangsamung der Atmung
  • Pupillenverengung

Langzeitwirkung:

  • Zahnausfall
  • Überwässerung der Lunge
  • Körperlicher Verfall durch mangelhafte Ernährung und Vernachlässigung der Hygiene
  • Vermindertes Erinnerungsvermögen

Haschisch (Pflanzlich)

Haschisch besteht aus dem Harz der weiblichen Hanf-Blütenstände. Haschisch ist normalerweise ein kompakter Block oder Ball eines klebrigen, lehmartigen Materials. Von der Farbe her ist die Droge eher braun. Haschisch wird meist gemischt mit Tabak geraucht oder auch zur Zubereitung von THC-haltigen Keksen, sogenannten Space Cookies, verwendet.

Wirkung:

  • Euphorische Gefühle
  • Gedankensprünge
  • Störung des Kurzzeitgedächtnisses
  • Gefühl der Leichtigkeit

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