Memmingen
99 bewegte Jahre bei der AOK

100 Jahre ist es bald her, dass die Stadt Memmingen im Amtsblatt im Jahr 1913 bekannt gab, eine Ortskrankenkasse zu errichten, die dann im Jahre 1914 die Arbeit aufnahm. Seitdem ist bei der AOK viel passiert. Im kommenden Jahr feiert die Krankenkasse ihr 100-jähriges Jubiläum. 'Eigentlich begehen wir gleich zwei Jubiläen: das 100-jährige Bestehen der Krankenkasse und 25 Jahre AOK-Gesundheitskasse', sagt Direktorin Christine Kuhn-Fleuchaus. Ein Vierteljahrhundert wird es im nächsten Jahr her sein, dass die AOK zur Gesundheitskasse wurde und damit ihr Programm erweiterte. Angefangen hat bei der Memminger AOK alles in der Kalchstraße. In ihrem ersten Gebäude berieten die Mitarbeiter die Kunden von 1914 bis 1930. Im nächsten Gebäude in der Gaswerkstraße befand sich die selbstständige AOK Memmingen-Land bis zu ihrer Vereinigung mit der AOK Memmingen-Stadt zur 'AOK Memmingen' im Jahr 1941. In der Bahnhofstraße 16, wo heute der Rex-Palast ist, verrichtete die Krankenkasse bis zum Jahre 1956 ihre Arbeit. Doch bot das Gebäude keine Diskretion und es bildeten sich oft lange Menschenschlangen. Ein neues Gebäude sollte her. Dieses Verwaltungsgebäude enstand in der Hopfenstraße 26, wo die Gesundheitskasse auch heute noch zu finden ist. Seitdem gab es verschiedene Umbauten, unter anderem wurde die Schalterhalle im Jahre 1979 der Statik wegen komplett abgerissen und ein neues Gebäude entstand. Die letzte große Maßnahme ist noch nicht lange her. Eineinhalb Jahre lang wurde das Haus seit dem Jahre 2011 saniert: Die alte Fassade wurde abgenommen, die Außenwand isoliert und die Fenster ausgetauscht. Im Innenbereich wurden die Sanitäranlagen und die Beleuchtung erneuert. 'Jetzt sieht das ganze etwas zeitgemäßer aus', sagt Bereichsleiter Bernd Ruppert und deutet auf die frisch orange und weiß gestrichenen Wände. Zudem wurden der Brandschutz und die Haustechnik verbessert. Gekostet hat die ganze Maßnahme rund drei Millionen Euro und damit zehn Prozent mehr als ursprünglich veranschlagt.

Arbeit näher bringen

Wie im kommenden Jahr gefeiert wird, haben Ruppert und Kuhn-Fleuchaus noch nicht im Detail geplant. Fest steht aber, dass sie mit verschiedenen Aktionen für Versicherte die Arbeit der AOK nahebringen wollen. Grund zu feiern, sind laut Direktorin Kuhn-Fleuchaus nicht nur die Jubiläen, sondern auch die guten Zahlen. 'Wir haben den höchsten Mitgliederstand seit 20 Jahren. Unser Marktanteil liegt knapp unter 60 Prozent', sagt sie. Diese Zahlen seien vor allem deswegen aussagekräftig, weil im Jahre 1996 das Wahlrecht für die Krankenkassen eingeführt wurde. 'Daraus ergab sich erstmal, dass viele Kunden zu Billig-Krankenkassen abgewandert sind', erzählt Kuhn-Fleuchaus. Zufrieden erzählt sie aber, dass viele Kunden zurückgekommen seien, weil sie bei der AOK persönliche, lebenslange Betreuung bekämen. 'Das merkt man allein daran, dass jedes Jahr durchschnittlich 1 100 Berufsstarter zu uns kommen', sagt sie. Ursache sei wohl, dass oft mindestens ein Elternteil bei der AOK sei und seine guten Erfahrungen an den Nachwuchs weitergebe.

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