Marktoberdorf
88 Einwände gegen die Umgehung

60 Stellungnahmen von Privatpersonen und 28 von Trägern öffentlicher Belange: Diese Zahlen nannte nun die Regierung von Schwaben nach Ablauf der Einwendungsfrist im Planfeststellungsverfahren für die Umgehung Marktoberdorf/Bertoldshofen. Nach der öffentlichen Auslegung hatten die Bürger, Gemeinden, Fachbehörden und Verbände noch zwei Wochen Zeit, ihre Bedenken und Anregungen an die Behörde zu schicken.

Die Gründe für Bürger, sich zu Wort zu melden, seien sehr unterschiedlich, erklärt Karl-Heinz Meyer, Sprecher der Regierung von Schwaben. Meist sind Eingriffe in die eigenen Grundstücke Anlass für die 60 Einwendungen von Privatpersonen. Manche Landwirte sehen auch ihre wirtschaftliche Existenz durch die Umgehungsstraße gefährdet.

Furcht vor noch mehr Autos und Lastern

Ablehnende Stellungnahmen kamen auch von den hauptbetroffenen Gemeinden. Wie berichtet begrüßt der Marktoberdorfer Stadtrat, dass die Umgehung für Bertoldshofen zwar sehr viel Entlastung bringe. Gleichzeitig befürchtet man aber, dass durch die Innenstadt der Verkehr weiterhin fast unvermindert fließt. Biessenhofen hat zudem Bedenken, dass noch mehr Verkehr auf der Gemeindeflur landet.

Als nächster Schritt im Planfeststellungsverfahren gehen die Einwände nun an das Staatliche Bauamt in Kempten. Die Straßenbaubehörde, die rund 25 Millionen Euro für die Umgehung investieren möchte, soll dann Stellung beziehen und gegebenenfalls Änderungen in die Planung einarbeiten.

Offene Fragen bei Termin erörtern

Anschließend wird voraussichtlich ein Erörterungstermin von der Regierung von Schwaben angesetzt. Bei diesem Termin können die Einwender und die Straßenbauer ihre Argumente austauschen. Je nach dem, wie gravierend Änderungen sind, die in den Plan eingearbeitet werden, ist aber auch eine nochmalige Auslegung denkbar.

Laut Meyer sind Stellungnahmen im «erheblichem Umfang» eingegangen. Bei der Größe des Projektes sei dies aber normal. Bei Planfeststellungsverfahren für Autobahnbauten kamen aber auch schon bis zu 300 Einwände.

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