79-jährige Frau stirbt bei Brand

Ebratshofenl kr, pem l Eine 79-jährige Frau ist gestern Vormittag bei einem Brand im Ebratshofener Rathaus ums Leben gekommen. Ursache des Feuers ist nach den Ermittlungen der Kriminalpolizei Lindau eine defekte Heizdecke. Die Frau hatte noch versucht, die Flammen zu löschen und war dabei in ihrer Wohnung zusammengebrochen.

Im ersten Stock des Rathauses im Grünenbacher Ortsteil Ebratshofen sind Wohnungen untergebracht. Eine 81-jährige Bewohnerin hatte gegen 7.30 Uhr bemerkt, wie Rauchschwaden aus der Nachbarwohnung ins Treppenhaus drangen. Sie verständigte umgehend den Kommandanten der Ebratshofener Feuerwehr, Bonifaz Wiedemann. Wenige Minuten später waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort.

Beim Öffnen der Wohnungstür drang ihnen dichter Rauch entgegen. Nur mit Atemschutzgeräten konnten die Helfer in die Wohnung vordringen. Dort fanden sie die Bewohnerin leblos am Flurboden liegend. Feuerwehrleute und der Notarzt versuchten die 79-Jährige wiederzubeleben - vergeblich.

Todesursache ist laut Kriminalpolizei Lindau eine Rauchgasvergiftung. Neben der Toten fanden die Beamten eine kleine Gießkanne. 'Offenbar hatte die alleinstehende Rentnerin selbst noch versucht, das Feuer zu löschen', schildert Kurt Kraus, stellvertretender Leiter der Kriminalpolizei Lindau.

Enorme Hitze

Durch ihren schnellen Einsatz gelang es der Wehr, ein Ausbreiten des Brandes auf das Gebäude zu verhindern. Die enorme Hitze, die sich bis zum Eintreffen der Feuerwehr entwickelte, hatte bereits das Mobiliar zerstört und für Schäden am Gebäude gesorgt. Die Kripo schätzt den Sachschaden auf mindestens 10 000 Euro. Der Brand war nach den Ermittlungen der Beamten im Wohnzimmer ausgebrochen. Ursache war 'zweifelsfrei eine dauerhaft betriebene Heizdecke' (Kraus), die in Brand geriet.

Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot an Helfern zum Rathaus gefahren. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Ebratshofen, Grünenbach, Röthenbach, Stiefenhofen, Maierhöfen und Gestratz, dazu Rettungssanitäter des Bayerischen Roten Kreuzes und die Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 17.

Das 79-jährige Brandopfer 'war in vielen Vereinen aktiv und hat sich sehr für die Senioren im Ort eingesetzt', berichtet Bürgermeister Olaf Hoffmann. Er war bei der Meldung 'das Rathaus brennt' sofort nach Ebratshofen geeilt. Die Notfallseelsorger Wolfgang Dirscherl (Grünenbach) und Leander Mikschl (Lindenberg) betreuten die Angehörigen des Brandopfers.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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