Betrug
71-Jähriger Oberallgäuer fällt auf Gewinnversprechen herein und verliert 300 Euro

'Sie haben ein Auto im Wert von 29.000 Euro gewonnen': Mit diesem angeblichen Gewinn wurde ein 71-jähriger Rentner aus dem nördlichen Oberallgäu von einer unbekannten Anruferin gelockt. Um jedoch in den Besitz des Autos zu gelangen, sollte der ahnungslose Rentner 300 Euro bezahlen.

Und zwar über ein Bezahlsystem, das vor allem bei Online-Casinos, Glücksspielbetreibern oder bei Telefondiensten im Internet zum Einsatz kommt. Es heißt "Ukash" - und sowohl Polizei als auch Verbraucherzentrale Bayern raten davon ab. Denn, so sagt Sascha Straub von der Verbraucherzentrale: Das Bezahlsystem locke verstärkt Kleinkriminelle, die die anonyme Abwicklung missbrauchen würden.

Das Bezahlsystem funktioniert über Gutscheine, die unter anderem an Tankstellen mit Geld aufgeladen werden können. Über einen Code kann dieses Geld dann - zum Beispiel beim Surfen im Internet - wieder abgerufen werden. "Ukash ist mit äußerster Vorsicht zu genießen", sagt Straub. Denn: "Der Benutzer übernimmt bei der Bezahlung die volle Verantwortung, bei welchem Unternehmen er mit den Gutscheinkarten bezahlt".

Das musste auch der geprellte Oberallgäuer feststellen, der seinen Code an die Anruferin weitergegeben hatte: "Der 71-Jährige kann sich leider gar nicht mehr an die ominöse Frau am Telefon erinnern. Die 300 Euro, die sie über den Gutscheincode eingelöst hat, sind nicht mehr wieder zu bekommen", berichtet Karl-Heinz Schader von der Polizei in Kempten. Es laufe ein Strafverfahren wegen Betrugs - "gegen Unbekannt".

In jedem Fall rät Schader von solchen Gutschein-Bezahlsystemen ab: "Wenn die Codenummer einmal weitergegeben wurde, sind uns die Hände gebunden."

Betreiber mahnt zur Vorsicht

In Kempten sind die aufladbaren Gutscheine an zehn Tankstellen und zwei Kiosken erhältlich. Dort können die Ukash-Gutscheine laut Verbraucherzentrale mit bis zu 750 Euro aufgeladen werden. Selbst der Betreiber des Bezahlsystems warnt übrigens im Internet davor, Gebühren oder Rechnungen zu begleichen: "Schicken Sie Ukash nicht an Personen, die Sie telefonisch zur Vorauszahlung eines Honorars für eine Dienstleistung auffordern."

Das rät die Polizei

Wer über einen angeblichen Gewinn

informiert wird, sollte

  • skeptisch sein und den Wahrheitsgehalt von Versprechungen hinterfragen.
  • keine Geldtransaktionen über Bezahlsysteme wie 'Ukash' ohne vorausgehende Gegenleistung tätigen.
  • keine persönlichen Daten über das Telefon an Unbekannte weitergeben.

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