Lindenberg / Wasserburg
71 Drehtage sind abgeschlossen

«Das war ein Wahnsinnssommer», sagt Kathrin Meier voller Überzeugung. Die Lindenbergerin steht in Wasserburg und schaut auf das Badehäuschen hinaus, das in den vergangenen vier Monaten eine zentrale Rolle in ihrem Leben gespielt hat. Hier fanden viele Szenen für die Jugendserie «dasbloghaus.tv» statt, die bis vor wenigen Tagen am Bodensee gedreht wurde.

Die 18-jährige Gymnasiastin spielt eine Hauptrolle in der Jugendserie, die ab dem Frühjahr in 26 Folgen im Kinderkanal ausgestrahlt wird. Der letzte Drehtag ist vorbei; es heißt für Kathrin «Auf Wiedersehen» sagen. Vom Filmteam und von den anderen jungen Schauspielern. «Das war unglaublich: Schon nach einer Woche sind aus Fremden Freunde geworden, ohne die ich nicht mehr sein möchte. Deshalb werden beim Abschied wohl Tränen fließen», sagt Kathrin Meier. Streit habe es nie gegeben, «weil uns unser gemeinsames Hobby verbunden hat.» Auch mit den Leuten vom Filmteam habe sie sich wohl gefühlt. «Für uns wurde fabelhaft gesorgt.»

71 Drehtage lang haben die acht Jugendlichen und viele weitere Darsteller den Alltag einer Clique gespielt, die alle Höhen und Tiefen des Teenagerdaseins erlebt und zusätzlich im Internet eine Plattform gefunden haben, um sich virtuell auszutauschen. Interessant, spannend und abwechslungsreich seien die Dreharbeiten gewesen, erzählt Kathrin Meier. Die Szenen wurden nicht chronologisch gedreht, eher wurden Orte oder Themen abgedreht. Die Jugendlichen mussten also sehr flexibel sein. Gerade noch haben sie vielleicht Streit mit dem Einen oder der Anderen, und eine Stunde später spielen sie eine Sequenz, in der sie sich verliebt haben. Das hat offenbar gut funktioniert. Die Regisseure seien begeistert gewesen, wie schnell die Jugendlichen auf den Punkt gekommen sind, wie flexibel sie waren, erzählt Produzent Pawel Reinhardt.

Und das, obwohl sie allesamt Laiendarsteller sind, höchstens über Erfahrung im Schultheater verfügen. So wie Kathrin Meier. Sie spielt in der Theatergruppe am Gymnasium und ist der festen Überzeugung, dass ihr das Schultheater «viel gebracht» hat. Der augenscheinlichste Unterschied zwischen Theater und Film sei die Intensität des Spiels: «Im Theater spielen die Schauspieler sehr viel präsenter und intensiver, weil die Emotionen bis zu den hinteren Reihen reichen müssen. Beim Film darf alles leiser, feiner und natürlicher sein, weil die Kamera die kleinste Regung, jedes Leuchten der Augen sichtbar macht.»

Bei der Schultheateraufführung im Herbst fehlt die Gymnasiastin diesmal allerdings: «Hier noch für eine Rolle zu lernen, dafür hat mir die Zeit gefehlt. Es tut mir sehr leid, dass ich nicht mitspielen kann.» Apropos Gymnasium: Schulleitung und Lehrer hätten sehr viel Verständnis für die Dreharbeiten gezeigt, sagt die 18-Jährige.

Geht es mit der Schauspielerei für die Lindenbergerin weiter? Kathrin Meier weiß es noch nicht: «Eigentlich interessiere ich mich auch sehr für Naturwissenschaften. Jetzt mache ich erst einmal mein Abitur und dann sehe ich weiter.»

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