Etat
6,2 Millionen-Haushalt in Buchenberg einstimmig genehmigt

Wenig spektakulär, aber solide. So beurteilte Bürgermeister Toni Barth den 6,2-Millionen-Haushaltsplan der Gemeinde. Er wurde nach der Präsentation von Kämmerer Rolf Bischof einstimmig genehmigt.

Kritik gabs zuvor allerdings von Willi Oberhofer (CSU). Zum einen werde die Mindestzuführung zum Vermögenshaushalt nicht erreicht. Sie deckt normalerweise die Aufwendungen für Darlehen, bleibt aber voraussichtlich mit 325000 Euro unter der jährlichen Tilgung von 455000 Euro. «Kernproblem bleibt unsere Tochter», kritisierte er zudem, dass seit 2001 Jahr für Jahr 300 000 Euro in den Betrieb des gemeindeeigenen Landgasthofs Sommerau über die Buchenberger Verwaltungs GmbH fließen. Oberhofer regte an, sich «ernsthaft zu überlegen, ob das Hotel nicht aufgegeben werden sollte.» An der Gastronomie samt Veranstaltungssaal möchte Oberhofer freilich festhalten.

l Mit Investitionen geht die Gemeinde 2011 sparsam um: Aus dem Vermögenshaushalt (1,3 Millionen Euro) fließen 150 000 Euro in die Sanierung der Gehsteige der Eschacher Straße (die Sanierung der Straße selbst zahlt der Landkreis Oberallgäu). 80000 Euro sind für die Gestaltung des Kirchenvorplatzes vorgesehen (dafür gibts staatliche Zuschüsse) und 239 000 Euro fließen unter anderem in die Erschließung von Baugebieten (die Gemeinde erwartet wiederum 320000 Euro aus dem Verkauf einiger Grundstücke).

l Wichtigste Einnahmen im Verwaltungshaushalt (4,9 Millionen Euro) sind laut Kämmerer Bischof die Einkommensteuerbeteiligung mit 1,5 Millionen Euro, Gewerbesteuer (400000 Euro), die Grundsteuer B (425000 Euro) und die Schlüsselzuweisungen (600000 Euro).

l Dickste Ausgabebrocken im Verwaltungshaushalt sind Kreisumlage (1,3 Millionen Euro) und Personalkosten (900000).

Der Kämmerer hofft, die Gesamtschulden der Gemeinde von 5,4 Millionen auf 5,2 Millionen Ende 2011 senken zu können. Die Rücklagen (690 000 Euro) sollen nicht angetastet werden. Darlehen über 368000 Euro sind eingeplant.

Um die Einnahmenseite der Gemeinde zu verbessern, so regte Gemeinderat Wolfgang Kuisl (Freie Wähler) an, sollte nicht alles unters «Landschaftsschutz- und Umweltprimat» gestellt werden. Gerhard Redmann von den Grünen sprach hingegen von einem «positiven Haushalt» und fügte an. «Ich habe mit Schlimmerem gerechnet.»

Trinkwasser wird teurer

Weil Gebühren fürs Wasser kostendeckend berechnet werden müssen, so Bürgermeister Toni Barth, wurde der Wasserpreis angehoben. Anstatt 90 Cent zahlen die Buchenberger rückwirkend zum 1. Januar 97 Cent pro Kubikmeter.

Angehoben werden auch die Friedhofsgebühren, und zwar in zwei Etappen. Ab sofort kostet das Ausheben eines Grabs 550 Euro und ab nächstem Jahr 610 Euro.

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