Lindenberg / Westallgäu
600 Tonnen Streusalz auf Straßen ausgebracht

Während der Großteil der Bürger noch sanft schläft, sind die Winterdienste schon längst im Einsatz. Bei Dunkelheit und höchst ungemütlichen Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes steigen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei in Lindenberg in ihre Fahrzeuge, um die wichtigsten Verkehrswege im Landkreis Lindau von Schnee und Eis zu befreien. «Die letzten Tage waren ganz schön aufwendig», bilanziert Leiter Markus Eder.

Rund um die Uhr sind seine Mitarbeiter im Einsatz - unterstützt von Fahrern anderer Unternehmer, die stundenweise bezahlt werden. Elf Fahrzeuge sind es heuer (davon drei von der Straßenmeisterei). Das ist zwar ein Räumfahrzeug weniger als im vergangenen Winter, aber dennoch klappt bislang alles wie am Schnürchen: Die erste Schicht beginnt um 2.30 Uhr nachts. Dann nämlich fahren die sogenannten «Späher» raus, die anschließend die anderen Fahrzeuge alarmieren. Bis mittags wird dann geräumt und gestreut. Danach kommt die zweite Schicht dran, die zwischen 22 Uhr und Mitternacht endet. «Je nach Bedarf und Verkehr», sagt Eder.

235 Kilometer werden abgedeckt

Bis Mitte Dezember waren die Dienste der Straßenmeisterei kaum gefragt, die für die Bundesstraßen (B308, B31, B12), Kreisstraßen und Staatsstraßen im Landkreis zuständig ist. Insgesamt müssen 235 Kilometer abgedeckt werden. Doch rund um Weihnachten und den Jahreswechsel haben Schneefall und Minusgrade für Arbeit gesorgt. Laut «Wetterfrosch» Martin Aichele (Vorderreute) sind seit Anfang Dezember insgesamt rund 120 Zentimeter Neuschnee gefallen - aber auch über 120 Liter Regen, was immer wieder für schwierige Straßenverhältnisse gesorgt hat.

«Auch dieser Winter hat seine Tücken. Vor allem die Kälte macht uns zu schaffen», bestätigt Eder. Gestern morgen beispielsweise wurden minus zehn Grad gemessen. Das ist eigentlich zu kalt. «Das normale Salz wirkt nur bis minus neun Grad», sagt der Leiter der Straßenmeisterei.

Das bedeutet, dass das Salz zwar als Belag auf dem Eis liegt, es allerdings nicht zum Schmelzen bringen kann. Dieser Prozess setzt erst dann ein, wenn die Temperaturen wieder etwas steigen.

Etwa 600 Tonnen Salz sind in diesem Winter auf den wichtigsten Straßen im Landkreis gelandet. Zuerst werden dabei vor allem die Strecken bedient, die überwiegend von Schulbussen oder Lastwagen genutzt werden - also die Bundesstraßen oder aber auch die Zufahrtswege zu den großen Unternehmen. «Wir passen uns da den Verkehrsströmen an», sagt Eder, der heuer bereits dreimal Salz hatte nachbestellen müssen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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