Bad Hindelang
600 Stunden freiwillig Wege saniert

Es gibt sie noch: Freiwillige, die ehrenamtlich zur Pflege und Wartung auf Wanderwegen unterwegs sind. Vor allem an den Wochenenden kann man Wegereferent Martin Berktold von der Alpenvereinssektion Allgäu-Immenstadt mit seinen Helfern im Gebirge antreffen.

Das gesamte Wegenetz allein dieser Sektion umfasst 150 Kilometer. Neben den Zustiegen zu den sektionseigenen Hütten gehören auch Wege dazu, die früher einmal vom Alpenverein angelegt wurden.

Sobald die Schneelage es zulässt, geht es für die Freiwilligen los. In Gruppen werden die Wege von Steinen, Geröll oder auch umgeknickten Bäumen befreit, die der Winter nach dem Abschmelzen der Schneemassen zurücklässt.

Schäden durch Lawinen

Auch werden Regenablässe geschlagen, damit das viele Wasser ablaufen kann und die Wege nicht beschädigt. Oft sind auch ganze Abschnitte von Lawinen weggerissen. Mit viel Muskelkraft werden hier die Pickel geschwungen und Schäden ausgebessert.

Aber auch um kaputte Seilsicherungen, gebrochene Schilder, die regelmäßige Markierung der Wege oder das Zurückschneiden von Sträuchern und Latschen kümmert sich das Team.

Über Mangel an Helfern kann sich Berktold nicht beklagen. So packten heuer 14 Personen, vom Schüler bis zum Rentner, aktiv mit an. Dabei kamen dieses Jahr bis Anfang Oktober insgesamt knapp 600 Arbeitsstunden zusammen.

Wo die Naturgewalten im Laufe der Zeit zu heftig gewütet haben, können die freiwilligen Wegmacher mit ihrer Handarbeit jedoch meist nichts mehr ausrichten. Hier ist eine oft wochenlange professionelle Sanierung mit schwerem Gerät notwendig.

Mit Hilfe von zwei Hauptsponsoren, der Sparkasse Allgäu und dem Allgäuer Brauhaus, konnten schon eine Reihe solcher Problemstellen in den letzten Jahren behoben werden (wir berichteten).

Grußkarten und Tombola

Aber nicht nur große Wirtschaftsunternehmen, sondern auch Privatleute können für den Unterhalt der Wanderwege beitragen. So hatte Doris Kratzer aus Bad Hindelang-Liebenstein die Idee, aus Fotos Glückwunsch- und Grußkarten zu basteln. Diese wurden im Kurhaus Bad Hindelang sowie beim Sennerfest in Oberjoch zugunsten des Wegebaus verkauft. Hinzu kamen Einnahmen einer Tombola und einer Spende von Sennerfest-Organisatorin Anita Stark.

Auch das Beispiel von Hans Freudig aus Sonthofen und Hartmut Waibel aus Bad Hindelang könnte Schule machen. In Eigenregie betreuten Sie einen serpentinenreichen Wegabschnitt im Bereich des Prinz-Luitpold-Hauses.

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