Special Allgäuer Festwoche SPECIAL

Kempten
60 Jahre Allgäuer Festwoche

Als die Allgäuer Festwoche im August 1949 Premiere hatte, da war das 'Wunder von Bern' jenseits aller Vorstellungen, die D-Mark aber immerhin schon ein Jahr alt, das Grundgesetz seit drei Monaten in Kraft. Einerseits ist die 60. Allgäuer Festwoche vom 14. bis 23. August in Kempten ganz anders als die erste, andererseits ist auch sie wieder eine einmalige Mischung aus Messe, Geselligkeit, Kunst, Kultur und Sport. Rund 400 Aussteller zeigen in den 19 Hallen und auf dem großen Freigelände im grünen Herzen der Stadt Angebote aus Industrie, Handel und Dienstleistung. Mit neuen 'Erlebniswelten' und 500 Programmpunkten geht die Jubiläumsfestwoche an den Start: 60 Jahre und kein bisschen leise.

Dem Anlass angemessen, gibt es eine ganze Reihe von Geburtstagsfeierlichkeiten. Der Reigen beginnt mit dem großen Höhenfeuerwerk am 15. August ab 21:30 Uhr am Hildegardplatz/Residenzplatz – 'Magic Moments'. Die Premiere des Films 'Erntedank. Ein Allgäukrimi' am 17. August ab 20 Uhr im Residenzhof darf man getrost zu den Geburtstagspartys zählen, da der Romankommissar Kluftinger seine Frau Erika auf der Festwoche kennengelernt hat. Zwei Tage später, am 19. August, geht es wieder im Residenzhof rund. '60 Jahre und kein bisschen leise – 6 Jahrzehnte Allgäuer Festwoche mit Babel an the Goodmen' sowie Feuerzauber und Illumination, Bilder- und Modenschau.

Wer feiert, muss auch essen. Gut, dass die Fleischer-Innung in Halle 7 unter dem Motto 'Hier geht’s um die Wurst' eine 'lebende Werkstatt' einrichtet. Da kann man den Metzgern beim Herstellen von Handwerkerqualität zusehen. Dem wichtigsten aller Elemente, dem Wasser, ist die Sonderschau 'WaserPflanzenFische' in der Halle 7a gewidmet. Ein Blick durchs Mikroskop zeigt das faszinierende Leben in einem Wassertropfen. Nicht weniger interessant sind heimische Fische, eine Fischtreppe, ein Hochwassersimulationsmodell oder die Lebensräume der Pflanzen: 'Von trocken bis nass'. Zur Stärkung geht es an die Wasserbar.

War die Festwoche in den ersten drei Jahrzehnten vor allem auch eine Informationsbörse für Landwirte, so ist in den vergangenen zehn Jahren die Information über die Landwirtschaft in den Vordergrund gerückt. 'Oifach KUHL' heißt die Erlebnisschau des Bauernverbandes Oberallgäu mit lebenden Tieren im Freigelände bei und in der Halle 12. Neben der echten Kuh mit Kalb sind viele Kühe aus allen möglichen Materialien zu sehen, die zahlreiche Schulklassen im Rahmen des Kunstprojektes 'Oifach KUHL' gestalteten. Eine Fotoausstellung zeigt Bauernarbeit einst und jetzt. Unter dem Titel 'Schatzkammer Bauernhof' widmet sich das Amt für Landwirtschaft und Forsten ebenfalls der Vielfalt des Lebens auf dem Bauernhof. In der Heimhandwerkstube werden Alphörner gebaut, Trachten genäht, Weiden geflochten oder Honig geschleudert. Höhepunkt dürfte der 'Kückenschlupf' sein.

Weitere Tipps: 'fit und aktiv', alles rund um die Themen Gesundheit und Fitness in der Aktivhalle 11a und die 'Festwochen-Spiele-Insel' für Kinder von zwei bis zwölf Jahren in der Halle 15. Ein Dauerbrenner der Verbrauchermesse ist das Bauen. Viele Handwerksbetriebe und das Energie- und Umweltzentrum Allgäu haben das Know-how für klimagerechte Sanierung, Renovierung oder den Neubau. Alle, die im August 1949 geboren wurden, haben am ersten und am letzten Festwochentag feien Eintritt.

Auf dem Weg von Halle zu Halle genießen viele Festwochenbesucher einen Zwischenaufenthalt im schattigen Stadtpark. Auf der Bühne beginnen die Darbietungen täglich um 11 Uhr. Vom 14. bis 18. August ist der Bayerische Rundfunk aktiv, anschließend RSA Radio. Gern genutzt zum Verschnaufen wird auch 'Kultur in Halle 8' mit Angeboten für Jung und Alt.

Die Standardeintrittskarte zur Wirtschaftsmesse kostet für Erwachsene 6,70 Euro. Ermäßigungen gibt es für Familien, Schüler, Studenten, Wehr- oder Zivildienstleistende, Schwerbehinderte, Pensionäre und Rentner. Generell wurden die Preise nicht erhöht.

Zu jeder vollen Stunde erreichen Züge aus allen Richtungen den Kemptener Hauptbahnhof. Von dort fahren Busse zur Festwoche und zurück. Mit der Bahn- oder Busfahrkarte bekommt man den Festwocheneintritt zum ermäßigten Preis. Nachts starten um 20:45 Uhr, 21:45 Uhr und um 22:45 Uhr Busse zum Hauptbahnhof – mit Anschluss in alle Richtungen. Selbstfahrer finden auf zwei großen P+R-Parkplätze im Süden und Norden der Stadt genügend Raum für ihre Fahrzeuge. Von diesen Parkplätzen fahren Busse mit kurzen Taktzeiten zum Ausstellungsgelände – und zurück.

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