5,6 Millionen Euro stehen im Haushaltsentwurf

Stadt will bei den Investitionen klotzen Marktoberdorf (af). Investitionen in erheblichem Umfang prägen den neuen Haushalt der Stadt Marktoberdorf. Der Ansatz liegt bei 5,6 Millionen Euro im Vergleich zu gut 2,4 vor einem Jahr. Darin sind gewichtige Maßnahmen wie die Sanierung des Modeons, die Erneuerung der Salzstraße und der Neubau der Mehrzweckhalle Geisenried enthalten. Obwohl Bürgermeister Werner Himmer bekundete, die Aufstellung habe diesmal kein großes Kopfzerbrechen bereitet, betont er im gleichen Atemzug: Die Zeit für Begehrlichkeiten sei längst noch nicht gekommen.

Erneut will die Stadt 2,75 Millionen Euro aus ihren Rücklagen entnehmen. Das Polster ist dann noch 3,35 Millionen Euro stark. Durch diese Maßnahme müsse die Kommune weniger Kredit aufnehmen, was unter dem Strich Zinsen spare, erläuterte Himmer der AZ. Weil seit einigen Jahren ein verbessertes Schuldenmanagement betrieben werde, 'um das uns andere Gemeinden beneiden', seien keine Steuererhöhungen nötig.

Positiv nannte der Kämmerer Wolfgang Guggenmos die Steuerentwicklung. Trotzdem bleibt der Stadt keine Möglichkeit, etwas auf die hohe Kante zu legen. Es stehen ihr vielmehr so kostenintensive Maßnahmen ins Haus wie die Sanierung des Modeons. Dass das Veranstaltungshaus in die Jahre gekommen ist, zeigte sich zuletzt bei den Fasnachtsabenden. 'Mir standen die Schweißperlen auf der Stirn', schilderte Stadtbaumeister Herbert Sauer. Was nicht am Programm lag, sondern an der mangelhaften Funktion der Lüftung. Auch in anderen Bereichen (Flachdach, Fassade, Technik) bestehe Handlungsbedarf. 500 000 Euro sollen bereitgestellt werden, weitere 300 000 sind für 2008 vorgesehen.

'Salzstraße fast ein Neubau'

Ein weiteres Großprojekt ist die Salzstraße. 'Das wird fast ein Neubau', sagte Sauer. 1,1 Millionen Euro muss die Stadt dafür aufbringen. Rund die Hälfte fließt in den Straßenbau, die andere Hälfte des Geldes verschwindet im Untergrund, sprich in den Bereich Kanal und Wasser. Straßenbau und Erschließung neuer Baugebiete schlagen mit insgesamt 2,1 Millionen Euro zu Buche.

Mit 500 000 Euro ist der Bau der Mehrzweckhalle Geisenried vorgesehen. Weitere 850 000 sind im Jahr darauf eingeplant.

Möglichst nicht gerüttelt werden soll an den freiwilligen Leistungen. Sie stehen mit 970 000 Euro im Haushaltsentwurf. Der größte Batzen (300 000) entfällt laut Plan auf die 1,1 Millionen teure Innensanierung der Pfarrkirche St. Martin. Ob der Zuschuss in diesem Umfang über den Haushalt bewilligt wird, müsse diskutiert werden, sagte Himmer. Denkbar sei ebenso, die üblichen zehn Prozent zu gewähren und eine weitere Summe aus dem Emmi-Fendt-Erbe beizusteuern.

Über ein eigenes Zahlenwerk werden die Stadtwerke abgerechnet. Deren Etat hat ein Gesamtvolumen von 13 Millionen Euro. Die Schulden des Eigenbetriebes liegen bei 25,3 Millionen Euro. Während der Wasserpreis konstant bleiben soll, müssen sich die Marktoberdorfer auf höhere Abwassergebühren einstellen. In welcher Größenordnung die Preiserhöhung ausfällt und wann sie vollzogen wird, hänge von der Abrechnung des Klärwerkbaus ab. Die Anlage soll Ende Mai fertig sein. Der Kostenrahmen von 10 Millionen Euro werde eingehalten, war sich Sauer sicher. Was danach in Angriff genommen werden soll, sei der Anschluss von Hattenhofen und Fechsen ans Abwassernetz.

Der Etatentwurf in Zahlen

Verwaltungshaushalt: 26,1 Millionen Euro (2006: 24,3).

Vermögenshaushalt: 7,3 Millionen (4,6).

Schuldenstand: fast konstant 22,3 Millionen Euro (keine Nettoneuverschuldung).

Zuführung zum Vermögenshaushalt: 1,2 Millionen Euro (Vorjahr Entnahme von 350 000 Euro).

Einnahmen Gewerbesteuer: 11,5 Millionen Euro (plus 1,5).

Einnahmen Einkommenssteuer: 5,5 Millionen Euro (plus 0,5).

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