Special Straßenbauprojekte im Allgäu SPECIAL

Unterallgäu
5,1 Millionen Euro für Straßenbau vorgesehen

Die Frage, welche Kreisstraßen in den kommenden Jahren ausgebaut werden sollen, stand bei einer gemeinsamen Sitzung des Unterallgäuer Kreis- und Bauausschusses im Mittelpunkt. Für das Jahr 2010 sind Investitionen in Höhe von rund 5,14 Millionen Euro vorgesehen. Etwa 1,64 Millionen Euro davon trägt der Landkreis (siehe auch Infokasten). Ein Großteil der Summe (rund 3,3 Millionen Euro) sei für die Finanzierung bereits begonnener und fertiggestellter Maßnahmen vorgesehen, so Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner. Dazu zählen etwa der Neubau der Illerbrücke und der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Fellheim.

Im Investitionsprogramm von 2009 bis 2013 waren für das Jahr 2010 noch höhere Finanzmittel eingestellt als nunmehr geplant. Wie berichtet, mussten Investitionen sowie Bauunterhaltsmaßnahmen verschoben werden, um den Fehlbetrag im Haushalt zu verringern. Davon betroffen ist unter anderem die Oberbauverstärkung der Kreisstraße MN 22 bei Wolfertschwenden bis zur MN 35, die nun erst im Jahr 2011 erfolgen soll.

Kritik an Plänen der Verwaltung

In diesem Zusammenhang kritisierte Kreisrat Karl Fleschhut (Freie Wähler) die Pläne der Kreisverwaltung.

Der Bürgermeister von Wolfertschwenden betonte, dass für die Verbreiterung des Gehwegs zwischen Schule und Kindergarten bereits ein «ausschreibungsreifer Plan vorliegt». Dass diese Maßnahme ohne Rücksprache nun nicht mehr im Investitionsprogramm auftaucht, «finde ich nicht in Ordnung».

Einen breiten Raum nahm die Diskussion über die geplante Umfahrung nordöstlich von Memmingerberg ein, für die laut Pleiner Planungskosten in Höhe von 300000 Euro eingestellt werden sollen. Werner Birkle (CSU) wollte wissen, ob Alternativtrassen geprüft werden und bezog sich dabei unter anderem auf den Vorschlag einer Unterschriftengemeinschaft aus Memmingerberg. Dieser sieht eine Autobahnbrücke über die A 96 vor, deren Verlauf entlang der Autobahn schließlich auf die Kreisstraße MN 15 führt (siehe Grafik).

Alfons Weber (CSU) bezeichnete sowohl die aktuell geplante Trasse als auch den Alternativvorschlag als nicht glücklich und verwies auf Anwohner, die in beiden Fällen durch den Verkehr stark beeinträchtigt werden. «Wir werden sehr schnell feststellen, dass das Problem dadurch nicht gelöst wird.»

Einige Kreisräte fragten nach, welche Chancen einem eigenen Autobahnanschluss Richtung Allgäu Airport eingeräumt werden. Laut Landrat Hans-Joachim Weirather ist niemand gegen einen solchen Anschluss. Man bleibe mit der Autobahn-Verwaltung in Kontakt. «Wir verbauen uns aber mittelfristig nichts, wenn wir den nun beschrittenen Weg beibehalten», erklärte der Landrat.

Zum Zeitplan führte Pleiner aus, dass sämtliche Varianten in einem Planfeststellungsverfahren berücksichtigt würden, das noch im Frühjahr eingeleitet werde. Die Regierung von Schwaben als zuständige Behörde werde schließlich entscheiden, welche Vorgehensweise Sinn macht. Ziel sei es, im kommenden Jahr mit dem Bau zu beginnen.

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