Obergünzburg
50 Jahre Kreuz auf dem Biberkopf

Der Alpenverein Obergünzburg begeht ein besonderes Jubiläum: Vor 50 Jahren haben einige seiner Mitglieder auf dem Biberkopf, dem südlichsten Gipfel Deutschlands, in fast 2600 Metern Höhe das Gipfelkreuz errichtet. Am Sonntag, 13. September, findet am Fuße dieses Gipfels bei Lechleithen eine Bergmesse mit Dekan Siegbert Schindele und Pfarrer Stefan Ried statt. Anschließend können Bergwanderer mit zum Gipfel aufsteigen (rund zwei Stunden Anstieg), wo das Kreuz gesegnet wird.

Von Lechleithen aus schleppten 1959 freiwillige Helfer Material für das Fundament und die Balken für das Kreuz in mehrstündigem Anstieg auf den Biberkopf, um das christliche Symbol zu errichten. Für den Transport wurde das Kreuz mit Latten beschlagen, um es vor den Felsen zu schützen. Am Gipfel wurde es mit Kupferblech verkleidet. Das Wetter war sehr schlecht, wie sich Sepp Mayer aus Willofs als einer der Zeitzeugen erinnert. Er hatte mit Konrad Feneberg die Kreuzbalken hinaufgeschleppt. Am zweiten Tag - die Nacht hatten die Helfer auf der Rappenseehütte verbracht - war ein zweiter Anlauf nötig. Die Einweihung fand zwei Wochen später statt.

1994 Erneuerung

Alljährlich im Herbst wird seitdem dort mit Hunderten von Bergsteigern Gottesdienst gefeiert. Wenn das Wetter sehr schlecht war, versammelten sich die Vereinsmitglieder in der Kapelle oder im Gasthof «Alpenrose» in Lechleithen, um dort der verstorbenen Kameraden zu gedenken. In den vergangenen Jahren entschied man sich immer öfter, die Messe unterhalb des Gipfelaufbaus zu feiern. So wurde vor einigen Jahren am Fuße der Südwand ein Altarsockel aufgestellt.

1994 musste das verwitterte Gipfelkreuz erneuert werden. Allerdings wurden diese Arbeiten diesmal erleichtert durch Hubschrauber, die den Transport übernahmen. Das alte Kreuz wurde zurück ins Tal nach Eglofs transportiert, wo es an einem Holzstadel aufgestellt und damit weiterhin erhalten wurde.

Im Lauf der Jahrzehnte nahm eine ganze Reihe von Geistlichen den mühsamen Anstieg in Kauf, um den Biberkopf-Gottesdienst zu zelebrieren. Der erste war Benefiziat Karl Walk, es folgten Arnold Zewinger und Peter Braun, Pfarrer Alexander Ott, Manfred Gromer und Stefan Ried. Seit rund zehn Jahren ist es Dekan Siegbert Schindele, der in Ronsberg beheimatet ist. Er feiert heuer seinen 50. Geburtstag und wird die Bergmesse gemeinsam mit Stefan Ried abhalten, der in diesem Jahr sein 50. Priesterjubiläum feierte.

Die Jubiläums-Bergmesse beginnt am Sonntag, 13. September, um 9 Uhr.

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