463 Unterschriften für Golfplatz

Scheidegg | sen | Auch die Bürgerinitiative (BI) 'Pro Golfplatz' hat ebenso wie die BI der Golfplatzgegner die erforderliche Unterschriftenzahl - vorbehaltlich einer Prüfung durch die Gemeindeverwaltung - für ein Bürgerbegehren zusammengebracht. Die Vertreter der BI 'Pro Golfplatz', Christian Reichart und Rosemarie Nenning-Rupp, übergaben Bürgermeister Ulrich Pfanner einen Ordner mit insgesamt 463 Unterschriften von Scheidegger Bürgern, die sich für die Ansiedlung eines Golfplatzes im Ortsteil Buflingsried aussprechen.

BI-Vertreter Christian Reichart zeigte sich angesichts der Vielzahl von Unterschriften mit der Aktion zufrieden: 'Die Scheidegger wollen, dass sich was rührt - und keinen Stillstand. Von einem Golfplatz profitieren nicht nur Einzelhandel und Gastronomie, sondern auch Handwerker und Landwirte in der Direktvermarktung.'

An die Adresse der Golfplatzgegner richtete Reichart den Vorwurf, dass nach außen der Anschein eines 'investitionsfeindlichen Klimas in unserem Ort' entstehen könnte. Zudem bemängelt der BI-Vertreter die in seinen Augen ungenaue Informationspolitik der Golfplatzgegner bezüglich des aktuellen Sach- und Planungsstandes. Reichart: 'Wir haben bei unseren Gesprächen festgestellt, dass ziemlich viele falsche Informationen, etwa bezüglich des Natur- und Umweltschutzes sowie der Wanderwegbenutzung, im Umlauf sind.' Zweck dieser Unterschriftenaktion war laut Reichart auch, den Bürgern die Abhängigkeit ihres Ortes vom Tourismus aufzuzeigen: 'Das Bewusstsein für die Wichtigkeit des Fremdenverkehrs scheint mir etwas verlorengegangen zu sein.'

Bürgermeister Ulrich Pfanner begrüßte es, 'dass nun die Bürgerschaft über die Zukunft des Golfplatzes zu entscheiden hat'. Er sprach von einem 'optimalen Weg', den das Projekt nun vor sich hat. Nachdem sich bereits die Grundstücksbesitzer - in der Bauphase 1 sind das vier Landwirte - ohne wenn und aber für den Golfplatz entschieden haben, liegt es nun an den Bürgern, das Projekt zu beurteilen. Der Rathauschef sprach sich für niveauvolle und vor allem sachlich weiterführende Diskussionen aus, die innerhalb der Gemeinde keine Gräben aufwerfen sollten.

Laut dem geschäftsführenden Beamten, Jürgen Hörmann, muss innerhalb von drei Monaten nach dem Tag des Zulässigkeitsbeschlusses ein Bürgerentscheid stattfinden. Der Terminvorschlag liegt dabei bei der Gemeinde. Sollte der Tag der Kommunalwahlen hierfür ins Auge gefasst werden, so wäre die Zustimmung der Regierung erforderlich. Hörmann: 'Wir haben hier bereits Kontakt aufgenommen.'

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Powered by Gogol Publishing 2002-2019