4500 IHK-Mitglieder wählen Vertreter

Westallgäu/Lindau | pem | 4500 IHK-Mitglieder im Landkreis sind im Juli dazu aufgerufen neue Vertreter zu bestimmen. Schwabenweit können 110000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe ihre Stimme unter dem Motto: «Wirtschaft wählt Zukunft» abgeben. «Wir brauchen ein starkes Ehrenamt, um eine starke Position des Wirtschaftsraumes Schwaben zu sichern», erklärt Thomas Holderried, Vorsitzender der Regionalversammlung, zu der Abstimmung.

Gewählt wird im Landkreis eine 24-köpfige Regionalversammlung. Sie wiederum bestimmt vier Vertreter, die zusammen mit IHK-Regionalgeschäftsführer Markus Anselment den Vorstand bildet. Zur Wahl stellen sich 37 Vertreter aus fünf verschiedenen Gruppen (siehe eigener Bericht). Die Bewerber stehen an der Spitze von Unternehmen, die zusammen mehr als 8400 Arbeitsplätze anbieten, rund 30 Prozent aller Stellen im Landkreis.

Lindau ist eine von elf Regionalversammlungen in Schwaben. Holderried spricht von einer «flächendeckenden regionalen Präsenz». Die Regionalversammlungen verstehen sich als Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kommunalpolitik.

«Die ehrenamtlich tätigen Unternehmen bringen sich in regionale Entwicklungsprozesse ein, moderieren Gespräche zwischen Unternehmen und Spitzen der Politik und stoßen vor Ort oft zukunftsweisende Projekte an», beschreibt Holderried die Arbeit.

Im Landkreis ist die Initiative «Tagungsstadt Lindau» ein Beispiel dafür. Mit ihr will die IHK die Entwicklung eines neuen Tagungszentrums anstoßen. Als Beispiel für die lokale Arbeit der IHK-Vertreter können auch der Einsatz für die Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Lindau, der Aufbau einer Wirtschaftsleitstelle im Westallgäu oder die Beteiligung am Aufbau des Projektes «Haus der kleinen Forscher» gelten. Damit fördert die IHK zusammen mit Partnern die Technikbegeisterung von Kindern im Vorschulalter.

Auch in den kommenden fünf Jahren wird die IHK im Landkreis Lindau «eine aktive Rolle in politischen Entscheidungsprozessen einnehmen», kündigt Thomas Holderried an. Der Vorstand der Demmel AG (Scheidegg) will sich im Falle einer Wiederwahl erneut um das Amt des Regionalvorsitzenden bewerben.

Die Unternehmer aus dem Landkreis können freilich auch schwabenweit Einfluss nehmen. Mindestens vier Vertreter entsendet die Regionalversammlung in die Vollversammlung der IHK nach Augsburg.

Holderried spricht von einem «branchen- und betriebsgrößenübergreifenden Handeln» der IHK Schwaben und nennt dafür einige Beispiele.

Dazu gehört die Kampagne zum Ausbau der Autobahn A 8 genauso wie der Ausbildungspakt, die Technologieoffensive oder die Studie «Fachkräftemangel - Herausforderung für Schwaben.»

In den vergangenen Jahren war die Beteiligung an den IHK-Wahlen je nach Größe der Unternehmen unterschiedlich. Bei den im Handelsregister eingetragenen Firmen, also den größeren Unternehmen, lag sie bei 40 Prozent. «Ein sehr, sehr guter Wert», so Markus Anselment mit Blick auf die Beteiligung bei Kommunalwahlen. Deutlich niedriger dagegen war sie bei Klein- und Kleinstgewerbetreibenden.

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